Kolumbianisches Startup WARUWA gründet neue Farm-to-Business-Plattform

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Eine in Kolumbien gegründete Agro-Food-Initiative namens WARUWA möchte zukünftig E-Commerce, Logistik, Agrarwirtschaft und Umweltgerechtigkeit miteinander vereinen und die Bauern direkter mit dem Endkonsumenten vernetzen. WARUWA ist eine Farm-to-Business-Plattform, die Landwirte mit Restaurants, lokalen Lebensmittelgeschäften, Schulen und Hotels verbindet. Innerhalb von sieben Monaten hat das Start-up seinem Kundennetzwerk bereits mehr als acht Millionen Portionen geliefert.

WARUWA Gründer Nelson Rodrigues Hernandez sagte: “Wir sind eine B2B Farm-to-Business-Plattform, die die Obst- und Gemüseverwertungsketten in Lateinamerika neu gestalten will. Bislang haben wir dazu beigetragen, über acht Millionen Bestellungen an unsere Kunden (Restaurants, Einzelhändler, Schulen, Krankenhäuser) zu liefern und das in Kooperation mit mehr als 1200 Kleinbauernfamilien. Zurzeit bieten wir mehr als 300 Obst- und Gemüsesorten an, die für jeden erschwinglich sind. Damit verfolgen wir unsere Vision einer Förderung der Agro-Diversität und der pflanzlichen Ernährung.”

Die Plattform hat bereits über 1000 Kunden angezogen, die von einem Netzwerk von mehr als 1200 Kleinbauern unterstützt werden. Noch besser: Das junge Startup ist Berichten zufolge durchschnittlich um 30 Prozent pro Monat gewachsen und das alles bei gleichzeitiger Senkung der Preise für Obst und Gemüse im Land.

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Insgesamt zielt die Plattform darauf ab, die Produktions- und Vertriebsketten für Obst und Gemüse in Kolumbien zu stärken. Aus Sicht der Verkäufer reicht der Nutzen von optimaler Preisgestaltung über Transparenz und Risikomanagement hin zu vielen weiteren Vorteilen. Gleichzeitig profitieren die Verbraucher von einigen der gesündesten Frischeprodukte in Kolumbien. Obwohl der kolumbianische Agrarsektor im Wert des BIP abnimmt, gibt es immer noch eine hohe Inlandsnachfrage, ganz zu schweigen von der großen biologischen Produktvielfalt. Die einheimischen Kleinbauernfamilien profitieren in der Regel allerdings nicht von den Marktbedingungen, da die logistischen Herausforderungen schwierig und die erforderliche Vermittlung durch Dritte oft nicht gegeben ist. Folglich zahlen auch die Verbraucher hohe Preise.

Im Kern eliminiert WARUMA den Bedarf an Zwischenhändlern in der gesamten Lieferkette, was letztlich die Verbraucherpreise senkt. Das kolumbianische Startup transportiert dank seines Logistiknetzwerks die Ware zwischen Verkäufer und Käufer direkt und persönlich. In Zukunft will man zwecks Optimierung verstärkt Statistiken und Daten nutzen, die vor Ort gesammelt werden. Auf diese Weise wird das Netzwerk in der Lage sein, die Volatilität der Obst- und Gemüsepreise in Kolumbien und möglicherweise auch im übrigen Lateinamerika zu verringern.

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