Pflanzenbasiertes Fleisch: UBS prognostiziert jährliche Steigerung von +30% bis 2025

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Im nächsten Jahrzehnt werden sich laut einer aktuellen Studie der Großbank UBS unsere Essgewohnheiten grundlegend ändern. Die Entwicklung von pflanzlichen Lebensmitteln, die Gentechnik und die Personalisierung von Lebensmitteln werden nach Angaben der Experten die gesamte Lebensmittelwertschöpfungskette disruptieren.

In dem Report analysiert die Bank die schnell wachsende pflanzliche Fleischindustrie (“PBM – Plant-Based Meat”) und prognostiziert ihre Auswirkungen auf den 1,2 Billionen Dollar schweren globalen Fleischmarkt und die Wertschöpfungskette. Um diese Implikationen zu erfassen und die Marktchancen zu nutzen, startete UBS Evidence Lab eine Umfrage unter mehr als 3.000 Verbrauchern und 50 Restaurant-Franchisenehmern und analysierte mehr als 20 Millionen Social-Media-Interaktionen und Interviews mit mehr als 20 Proteinwissenschaftlern und Experten in der Lieferkette. UBS prognostiziert, dass der globale PBM-Markt bis 2025 ungefähr 50 Milliarden US-Dollar erreichen wird.

Die Daten der UBS Evidence Lab-Umfrage zeigen, dass der PBM-Verbrauch von Verbrauchern in den entwickelten Märkten gering ist, aber schnell steigt. So zeigten beispielsweise 8% der Verbraucher in den USA und gut 20 % der Verbraucher in Großbritannien und Deutschland bereits Interesse an pflanzlichen Burgern. Weitere Umfragedaten zeigen, dass 73% der interessierten Konsumenten Neugier auf den Geschmack als ihren Hauptgrund für das Probieren von PBM anführen. Um auch konservative Fleischkonsumenten von PBM zu überzeugen, äußerten die Befragten, dass die Lebensmittelhersteller den Geschmack verbessern und die Preise attraktiver machen sollten, um die Akzeptanz zu fördern. Die Restaurant-Franchisenehmer-Umfrage ergab unter anderem, dass PBM zusätzlichen Traffic anzieht, den Umsatz steigert und 20 % Wiederholungskäufe in Schnellrestaurants auslöst.