Vegan im Schweinegürtel? Ernährungs-Veranstaltung in der Tierzuchthochburg

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© Universität Vechta
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Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler lud ein zu: Forschung made in Niedersachsen, am 28. November 2018 an der Universität Vechta. Das Thema: “Gutes Essen für alle?! Ernährung der Zukunft“. Ausgerechnet im Oldenburger Münsterland, bei Wikipedia auch unter Schweinegürtel zu finden, fand die Veranstaltung statt.

Wir alle müssen essen. Aber: Was will ich essen? Was sollte ich essen? Fragen, die jeden von uns beschäftigen. Global betrachtet geht es aber um mehr als die simple Überlegung, was auf den Mittagstisch kommt. Angesichts knapper werdender Ressourcen und weltweit wachsender Bevölkerungszahlen stellt sich die Frage, wie die Ernährung für alle in der Zukunft aussehen kann.

Wissenschaftsminister Niedersachsen Thümler
Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler © brauers.com

 

Was ist »gutes« Essen? Was bedeutet nachhaltige Ernährung? Und soll es nicht auch schmecken? Diese und viele andere Fragen rund ums Thema Ernährung heute und in Zukunft wurden mit niedersächsischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und dem Publikum in dem vollbesetzten großen Hörsaal der Uni Vechta diskutiert.

Impulsvorträge hielten Prof. Dr. Eva Barlösius, Professorin für Makrosoziologie und Sozialstrukturanalyse am Institut für Soziologie der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover; Dr. Peter Holl, Deputy Head of Brussels Office, Senior Manager EU Programmes, EIT Food, Europäische Wissens- und Innovationsgemeinschaft für einen zukunftssicheren Lebensmittelsektor, Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik (DIL); Prof. Dr. Nick Lin-Hi, Professor für Wirtschaft und Ethik an der Fakultät 1 – Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften der Universität Vechta und Prof. Dr. Arno Ruckelshausen, Professor für Physik und Sensorik an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik an der Hochschule Osnabrück. Sie alle waren auch Teilnehmer der anschließenden Podiumsdiskussion.

Fazit:

Einige waren sich alle: Wir brauchen schnell eine Veränderung, so kann es nicht weitergehen. Ernährung muss nachhaltiger werden und Landwirtschaft wird sich angesichts des Klimawandels dramatisch verändern. Uneins war man sich aber über den Weg dorthin. Pflanzenbasierte Ernährung ist aber wohl am Ende ein entscheidender Faktor, das klang durch, ohne dass es explizit so benannt wurde. Selbst in der Tierzuchthochburg Oldenburger Münsterland ist das Thema „veganer Lifestyle“ angekommen bzw. wird erkannt, dass es vom Szene-Trend zu einem festen Punkt auf der Ernährungs-Agenda geworden ist, das konnte man in Gesprächen heraushören.

Pflanzenbasiert ging es auch hauptsächlich auf dem Food Court zu, der parallel zur Veranstaltung stattfand. Wiesenhof präsentierte den Beyond Meat Burger, den das Unternehmen in Deutschland vertreibt. Das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) lud zur Verkostung von Geschnetzeltem aus Lupinen und Kürbis ein. Rügenwalder stellt sein mittlerweile breites Portfolio an Veggie-Produkten vor. Das Studentenwerk Osnabrück überraschte mit einem leckeren Kürbis-Burger. Und bei kvegks konnten die Gäste bio-vegane Cracker und Kekse sowie eine Weihnachtskeks verkosten.

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