Politik & Gesellschaft

EU-Schulprogramm: Die Mehrheit der Deutschen unterstützt die Aufnahme von pflanzlichen Milchalternativen

pflanzliche milchalternativen
© ricka_kinamoto – stock.adobe.com

Öffentliche Konsultation der EU ermöglicht Unterstützung des pflanzlichen Sektors.

Oatly Group AB kündigt heute eine neue Kampagne an, mit der auf europäischer Ebene die Aufnahme von pflanzlichen Getränken in das EU-Schulprogramm für Obst, Gemüse und Milch gefordert wird.

Die Kampagne, die gleichzeitig in mehreren europäischen Ländern stattfindet, ruft Bürger und Organisationen dazu auf, sich an einer EU-Konsultation zu beteiligen und sich den lauter werdenden Forderungen nach gleichen Bedingungen für pflanzliche Alternativen im EU-Schulprogramm anzuschließen.

Das EU-Schulprogramm unterstützt die Bereitstellung von Obst, Gemüse und Milchprodukten für Millionen von Kindern in der EU, so auch in Deutschland. Etwa 160 Millionen Liter Kuhmilch wurden in den vergangenen Jahren jährlich in diesem Rahmen subventioniert. Für die Jahre 2022/2023 hat die EU 95 Millionen Euro budgetiert, etwa 9,4 Millionen Euro davon für Kinder in Deutschland. Der derzeitige Mangel an Unterstützung für pflanzliche Alternativen schränkt jedoch die Wahlmöglichkeiten von Kindern ein, die aus medizinischen, ethischen, ökologischen, religiösen oder anderen Gründen keine Kuhmilch trinken können oder wollen.

oatly drinks
© OatlyAB

Die Kampagne von Oatly stützt sich auf eine breite öffentliche Zustimmung für die Aufnahme pflanzlicher Alternativen in das EU-Schulprogramm: In Deutschland halten es 80% der Befragten für wichtig oder sehr wichtig, dass Kinder in Schulen und Kitas über nachhaltige Ernährungsweisen unterrichtet werden. Ein Großteil (59%) ist zudem der Meinung, dass das Heranführen an eine pflanzenbasierte Ernährung die Grundlage für einen nachhaltigen, gesunden Lebensstil schafft. Ganze 62% fordern konkret, dass Kindern in Schulen und Kindergärten neben Kuhmilch auch Getränke auf Pflanzenbasis angeboten werden. Darüber hinaus stimmen mehr als zwei Drittel der Befragten (67%) der Aussage zu, dass sich Kinder mit besonderen Ernährungsgewohnheiten besser integriert fühlen würden, wenn in Schulen und Kitas auch zur Kuhmilch gleichwertige pflanzliche Alternativen angeboten würden.

“Die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder hängt von den Entscheidungen ab, die wir heute treffen. Die Notwendigkeit einer Politik, die die Umstellung auf pflanzliche Ernährung unterstützt, um die Klimakatastrophe zu bekämpfen, wird vom IPCC anerkannt. Wir können es uns schlichtweg nicht leisten, weiterhin und ausschließlich Ernährungsformen zu subventionieren, die auf tierischen Produkten basieren und nicht den Bedürfnissen aller Kinder entsprechen. Wir befinden uns inmitten einer Klimakrise und wir haben keine Zeit zu warten, wir müssen handeln. Ich fordere die politischen Entscheidungsträger*innen dringend auf, pflanzliche Getränke in das EU-Schulprogramm aufzunehmen”, sagt Cecilia McAleavey, Director of Public Affairs and Sustainable Eating bei Oatly.

Die öffentliche Konsultation zum EU-Schulprogramm läuft noch bis zum 28. Juli 2022. Um der EU-Kommission zu zeigen, dass die Aufnahme pflanzlicher Getränke in das EU-Schulprogramm bei Bürgern Unterstützung erfährt, hat ProVeg International mit Unterstützung von Oatly und weiteren Organisationen und Unternehmen eine Petition unter https://schoolmilk.org/ gestartet.

oatly produkte
© OatlyAB

Über das EU-Schulprogramm für Obst, Gemüse und Milch:

  • Das EU-Schulprogramm für Obst, Gemüse und Milch ist eine finanzielle Unterstützung, die entwickelt wurde, um Kindern in Schulen und Kindergärten Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte anzubieten.
  • Etwa 160 Millionen Liter Kuhmilch wurden in den letzten Jahren im Rahmen des Programms jährlich subventioniert, woraus sich schätzungsweise etwa 220.800 Tonnen CO2e pro Jahr ergeben.
  • Für die Jahre 2022/2023 hat die EU bereits 95 Millionen Euro budgetiert, etwa 9,4 Millionen Euro davon für Kinder in Deutschland.
  • Die EU hat nun die Überprüfung des EU-Schulprogramms eingeleitet. Einer der Gründe dafür ist die Erwägung, Getränke auf Pflanzenbasis in das Programm aufzunehmen.
  • Weitere Informationen zum EU-Schulprogramm finden sich auf der unter https://ots.de/nOG3Ay.

Möglichkeiten der Beteiligung:

Hier klicken, um das historische Aktienchart des in diesem Artikel erwähnten Unternehmens anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Stockdio.

Teilen

Newsletter

Entscheidendes für Entscheider: Erhalten Sie regelmäßig die wichtigsten News aus der veganen Wirtschaft per E-Mail!

Kostenlos Abonnieren!

Top Themen

nextferm logo

Ingredients

NextFerm Technologies kündigt einen Liefervertrag über 3 Millionen Dollar für sein veganes Protein ProteVin™ an

sprösslinge babybrei

Startups, Accelerators & Incubators

Regional – Bio – Vegan: Junges Startup aus Hamburg launcht veganen Babybrei aus regionalen Zutaten

cop27 logo

Politik

ProVeg: Food4Climate-Pavillon auf der COP27 markiert einen Wandel des UN-Ansatzes für Ernährungssysteme und Klimawandel

Interviews

salomon foodworld burger

Foodservice

SALOMON FoodWorld: “Bei der Einführung veganer Angebote gibt es ein paar Stolpersteine, die man vermeiden kann“

garden gourmet führung

Interviews

Heike Miéville-Müller von Garden Gourmet: “Mein Motto ist: Das Leben ist eine Reise und das, was man daraus macht”

bluu seafood

Interviews

Bluu Seafood: “Die gesamte Branche und die Verbraucher würden von schnelleren und besser definierten Zulassungsprozessen profitieren”