Niederlande: offener Brief an Politik plädiert für vegane Lebensmittelversorgung

Tractor spraying pesticides at soy bean field agriculture
© Dusan Kostic - stock.adobe.com
Anzeige
Veggieworld (in 18 Städten weltweit)- Jetzt Standfläche sichern und Veggie-Zielgruppen besser erreichen.

In einem beispiellosen Appell wird die niederländische Regierung aufgefordert, eine vegane Nahrungsmittelproduktion mit Hinblick auf den globalen Klimawandel und Biodiversitätsverlust ernsthaft in Betracht zu ziehen. 32 Organisationen aus den Bereichen Tierrechte, Natur und Umwelt haben den offenen Brief unterzeichnet.

Die Initiatoren des Aufrufs kritisieren, dass sich die niederländische Regierung nicht genügend für eine tierfreie Lebensmittelversorgung engagiert, obwohl diese “Chancen für Mensch und Umwelt bietet”. Gleichzeitig bieten die Unterzeichner der Regierung eine Zusammenarbeit an.

Vegan, für den Tier- und Umweltschutz

Der Brief zeigt in seiner faktenbasierten Argumentation die positiven Effekte auf, würden tierische Produkte aus dem landwirtschaftlichen System gestrichen werden. Der Verzicht auf tierische Produkte könne “einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und zur Verringerung des gravierenden Verlusts an biologischer Vielfalt” leisten. “Die für das Tierfutter notwendigen naturarmen Weiden und Maisfelder [könnten] in Naturschutzgebiete umgewandelt werden”, heißt es. Dies würde wiederum dem Klima und bedrohten Pflanzen- und Tierarten zugute kommen.

Die adressierten Politiker werden zudem an ihre umweltpolitische Verantwortung erinnert. Die Niederlande gehörten laut Schreiben zu den Top 5 der EU-Länder mit den meisten lebensmittelbedingten Treibhausgas-Emissionen und seien “derzeit von allen europäischen Ländern am weitesten von der Erreichung der Klimaziele entfernt.”

Der offene Brief, welcher direkt an die Präsidentin des ständigen Ausschusses für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität (LNV) in der Zweiten Kammer (Unterhaus des niederländischen Parlaments) gerichtet ist, wurde von den folgenden 32 Organisationen unterzeichnet:

Nederlandse Vereniging voor Veganisme, Even Geen Vlees, Bite Back, Animal Rights, Plenty Food, Sea First Foundation, Sea Shepherd, Vegetariërsbond, The Save Movement Nederland, Een Dier Een Vriend, Dier en Recht, Caring Vets, Ganzenbescherming Nederland, Vegan Student Association Groningen, Stichting Melief, Stichting Plenty Food Nederland, Vegan Church, Comité Dierennoodhulp, Netwerk ter bevordering van Biocyclische-Veganlandbouw Nederland & Vlaanderen, Eyes on Animals, Dierbewustleven, Ex-legkipjes, Red een Legkip, VeggieSquad, CoralGardening, Smart Parks, Vegan Strike Group, Stichting Belangengroep “Rechten voor al wat leeft”, Akka’s Ganzenparadijs, Stichting BeLeef de Peerdegaerdt, Stichting De Leemweg rundvee-opvang und Stichting De Nobele Hoeve.

Vollständiger Text des Briefs (Niederländisch).

Anzeige
300 Seiten Öko-Investment-Möglichkeiten 2020 - Öko Invest