Schweinepest in China stürzt deutsche Fleischverarbeiter in die Preis-Krise

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Laut dem Branchenverband BVDF sind die wirtschaftlichen Probleme der Fleischbranche derzeit groß. Schon die vergangenen Jahre waren angespannt und geprägt durch niedrige Verkaufspreise und einem gleichzeitig hohen Investitionsaufwand. Die aktuelle Situation sei allerdings deutlich zugespitzt und existenzgefährdend für viele Betriebe.

Die afrikanische Schweinepest in China und eine gleichzeitige Reduzierung der Erzeugung im eigenen Land seien nur einige Herausforderungen, die die Branche derzeit zu bewältigen hat. Chinesische Händler kaufen weltweit große Mengen Schweinefleisch wodurch ein erheblicher Nachfragesog auf dem Weltmarkt für Schweinefleisch entsteht, der auch entsprechende Auswirkungen in Deutschland hat. Deshalb steigen seit Monaten die Preise für Schweinefleisch exorbitant. Vom Verband heißt es weiter, dass die meisten Unternehmen zunehmend nicht mehr wirtschaftlich arbeiten, weil der hohe Preis nicht in der ganzen Wertschöpfungskette akzeptiert wird. Der Einzelhandel hat eine Erhöhung der Verbraucherpreise bisher nicht vorgenommen. Das halte man immer schlechter aus.

In der Branche wird darüber gesprochen, dass Banken und andere Kreditgeber bereits nervös werden und Insolvenzen befürchten. Andere Stimmen sehen in der Situation Chancen für mehr pflanzenbasierte Fleisch- und Wurstalternativen, da möglicherweise mehr fleischverarbeitende Unternehmen die Produktion von veganen Alternativen in Betracht ziehen könnten. Beispielhaft dafür steht das Unternehmen Rügenwalder Mühle. Dieser klassische Fleischverarbeiter macht mittlerweile große Teile seines Umsatzes mit Veggie-Produkten.

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