Kochen in Corona-Zeiten – Repräsentative und aktuelle Kantar-Befragung im Auftrag der Heinz Lohmann Stiftung



Die Corona-Krise und die damit einhergehenden Ausgangsbeschränkungen verändern das Leben der Deutschen in vielerlei Hinsicht. Auch das Kochverhalten der Haushalte von Kiel bis Konstanz wird von der andauernden Pandemie geprägt, wie eine aktuelle repräsentative Befragung des Marktforschungsinstitutes Kantar im Auftrag der Heinz Lohmann Stiftung herausfand: Jeder vierte Deutsche hat in den vergangenen Wochen häufiger als in der Zeit vor Corona gekocht.

Auf den Tisch kommen bei vier von fünf Befragten bewährte Gerichte. Lediglich 18 Prozent änderten im Zuge der Beschränkungen ihr Kochverhalten. Bei diesen Haushalten lässt sich ein klarer Trend zu gesünderer Kost beobachten: Frisches Gemüse sowie vegane und vegetarische Gerichte liegen bei den Veränderungen auf den Spitzenplätzen.

Vor der derzeitigen Corona-Krise gaben zwei Fünftel der befragten Haushalte an, täglich zu kochen (41 Prozent). Fünf bis sechs Mal die Woche schwangen 19 Prozent der Teilnehmer den Kochlöffel, während rund ein Viertel (24 Prozent) drei bis vier Mahlzeiten jede Woche kochte. 13 Prozent waren vor den Ausgangsbeschränkungen echte Kochmuffel und warfen nur ein bis zwei Mal pro Woche den Herd an. Diese Kochfrequenz hat sich bei rund einem Viertel der Befragten im Zuge der Corona-Pandemie erhöht: 24 Prozent gaben an, häufiger zu kochen, während dieser Wert bei 73 Prozent konstant blieb und bei nur 2 Prozent sank.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Deutschen in der Krise an ihren Kochgewohnheiten festhalten – vor allem die älteren. Die jüngeren waren experimentierfreudiger“, kommentiert Dagmar von Cramm, stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende und Ernährungsexpertin.

Frisches Gemüse und vegetarische Kost liegen bei verändertem Kochverhalten im Trend

Was hat sich nun konkret im Kochverhalten der Haushalte verändert? Dafür befragten die Marktforscher die Teilnehmer, die angaben, im Zuge der Corona-Pandemie ihr Kochverhalten geändert zu haben. Die Spitzenplätze belegen die Verwendung von frischem Gemüse bei 7 von 10 Teilnehmern und vegetarisches Kochen bei rund der Hälfte der Haushalte (48 Prozent).

Doch nicht nur gesund, sondern auch süß ist angesagt: 38 Prozent der Haushalte mit verändertem Kochverhalten geben an, mehr gebacken zu haben, während 36 Prozent Süßspeisen selbst zubereitet haben. Neue Fleischgerichte standen bei einem Viertel der Befragten (25 Prozent) auf der Speisekarte. Ganz auf tierische Produkte verzichtet und vegane Gerichte ausprobiert haben 22 Prozent. Das Schlusslicht bilden Konserven und Fertigprodukte, rund jeder fünfte Teilnehmer (18 Prozent) gibt an, diese während der Ausgangsbeschränkungen verwendet zu haben.

 

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