Studie zeigt: Verbraucher würden für Clean Meat mehr Geld ausgeben

Laborfleisch wird nun als zelluläre Landwirtschaft bezeichnet
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Eine neue Studie der Universität Maastricht, unter Beteiligung des Clean Meat-Pioniers Dr. Mark Post, hat herausgefunden, das Verbraucher durchaus dazu bereits wären, einen Aufpreis für kultivierte Fleischprodukte zu zahlen. Die Ergebnisse der Maastricht-Forscher wurden in der wissenschaftlichen Zeitschrift PLOSONE veröffentlicht.

An der Universität Maastricht wurde nun zum ersten Mal eine Studie zur Verbraucherakzeptanz durchgeführt, in der die Teilnehmer tatsächlich Fleisch probieren konnten, das als im Labor gewachsen gekennzeichnet war. Insgesamt 193 Testpersonen nahmen an dieser ersten Studie zur Verbraucherreaktion auf zellbasiertes Fleisch teil. Die Teilnehmer wussten vor der Verkostung allerdings nicht, dass ihnen auch Clean Meat angeboten würde.

Einführend wurde den Teilnehmern zunächst eine Präsentation über kultiviertes Fleisch vorgeführt, einschließlich der Wissenschaft hinter seiner Herstellung und seiner Umweltvorteile. Anschließend erhielten sie zwei Proben von Hamburgern, von denen eine als “konventionell” und die andere als “kultiviert” gekennzeichnet wurde. In Wirklichkeit waren jedoch beide traditionelle Rindfleischburger.

Obwohl die Proben identisch waren, bewerteten die meisten Teilnehmer den Geschmack des so genannten “kultivierten” Hamburgers höher als den des “konventionellen”. Danach sagten 58 Prozent der Verkoster, dass sie bereit wären, für kultiviertes Fleisch einen Aufpreis von im Durchschnitt 37 Prozent zu zahlen. Die Teilnehmer stellten auch fest, dass der wichtigste Faktor bei der Entscheidung, wie viel mehr sie für Clean Meat zahlen würden, der Grad an Information darüber war. Je mehr sie über den Prozess hinter der zellbasierten Fleischproduktion und deren globale gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen wussten, desto mehr waren sie bereit, dafür zu bezahlen.

“Diese Studie bestätigt, dass Clean Meat für die Verbraucher akzeptabel ist, wenn ausreichende Informationen bereitgestellt werden und die Vorteile klar sind”, sagt Mark Post. “Dies hat in den letzten Jahren auch zu einer erhöhten Akzeptanz geführt. Die Studie zeigt auch, dass die Verbraucher Clean Meat essen werden, wenn es ihnen serviert wird.”

UM-Forscherin Nathalie Rolland fügte hinzu: “Ich war von den Ergebnissen der Studie und der Akzeptanz der Teilnehmer überrascht. Diese Studie zeigt, wie wichtig zuverlässige und zugängliche Informationen für die Verbraucher sind. Interessanterweise waren alle Teilnehmer bereit, ein Stück Fleisch zu essen, das sie für Clean Meat hielten. Das geht einen Schritt weiter als es nur verbal zu akzeptieren”.

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