Die Mönsheimer Mühle hat eine neue Anlage für die Verarbeitung von Leguminosen gebaut, die seit diesem Jahr in Betrieb ist. Dieses Zukunftsfeld wird laut Unternehmen vor allem von der nächsten Generation vorangetrieben.
Die Investition erfolgt vor dem Hintergrund des Strukturwandels der Bäckerbranche (jährlich schließen weitere Betriebe, belegbar durch Zahlen), des Ernährungs- und Klimawandels sowie der wachsenden Nachfrage der Landwirte nach Alternativen zum konventionellen Getreide.

Besonderheit der Anlage
Die neue Anlage zeichnet sich laut Betreiber durch ein hohes Maß an Flexibilität aus: Bereits kleinere Mengen können verarbeitet werden, verschiedene Hülsenfruchtsorten, sortenreine Aufbereitung, individuelle Mischungen durch eine interne Mischerei, Bio oder konventionell. Die Anlage kann vier Prozessschritte abbilden: Reinigen, Schälen, Vermahlen und die Proteinkonzentration. Die Proteingewinnung erfolgt durch eine spezielle Technik der Windsichtung. Dieser physikalische Prozess zeichnet sich durch einen geringen Energieeintrag aus und die Produkte bleiben nativ.
„Wir wollen Unternehmen mit (regional) verarbeiteten Hülsenfrüchten beliefern und gemeinsam innovative Produkte entwickeln. Mit unserem müllerischen Knowhow, einer internen Produktentwicklerin und der flexiblen Infrastruktur können wir auf individuelle Kundenwünsche eingehen und eine langfristige Zusammenarbeit etablieren“, heißt es vom Unternehmen.

Die Mönsheimer Mühle ist eine familiengeführte Getreidemühle, seit 1890 fest in der Region verankert und heute in der 6. Generation tätig. Ihre Kernkompetenz liegt darin, aus Weizen, Roggen und Dinkel eine Bandbreite von Mehlen und Spezialmehlen herzustellen. Zur Kundschaft zählen deutschlandweite und internationale Bäckereien, ergänzt durch den Vertrieb einzelner Produkte im Lebensmitteleinzelhandel.






