Fair und PETA-zertifiziert: Vegane Handtaschen von „Jenah St.“

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© Jenah St. GmbH

In Zeiten der Nachhaltigkeitsbewegung darf auch die Reflektion des eigenen Modekonsums nicht zu kurz kommen. Viele konventionelle Fashion-Labels produzieren unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen und mit fragwürdigen Materialien in Dritte-Welt-Ländern. Grund genug für einige Fashion-Pioniere ein Zeichen zu setzen und auf die drastischen Konsequenzen der herkömmlichen Modeindustrie aufmerksam zu machen. „Fair Fashion“ heißt die neue Art der Mode, die unter fairen Bedingungen – oftmals in Europa – produziert wird. Häufig ist sie vegan oder wird zumindest aus nachwachsenden oder recycelten Materialien gefertigt.

Eine dieser Fashion-Pionierinnen ist Jena Bautmans. Die Französin verwirklichte 2019 mit ihrem Label „Jenah St.“ ihren Traum von der eigenen Modemarke, die ganz ohne Ausbeutung und Tierleder auskommt.

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Labelgründerin Jena Bautmans © Jenah St. GmbH

Ihr Wunsch danach, die Modewelt selbst nachhaltiger zu gestalten, entstand, als sie lange Zeit als Fashion Creative Director für ein großes e-Commerce-Unternehmen in Pakistan, Myanmar und Bangladesch tätig war. Dort stieß sie auf die schwerwiegenden Auswirkungen der dortigen Textilindustrie auf Land und Leute. Mit diesen Erfahrungen und einer Idee im Gepäck zog sie nach Berlin und realisierte dort ihr eigenes, nachhaltiges Label für vegane Designerhandtaschen.

Die Handtaschen von „Jenah St.“ kommen in verschiedenen Farben und Größen daher und bestehen zu 100 Prozent aus einem lederähnlichen, veganen Material. Die Gründerin ist der festen Überzeugung, dass das Leben eines Tieres nicht vom Modegeschmack der Menschen abhängen sollte und erhielt für ihre Taschen sogar ein PETA-Zertifikat. Bei der Taschenherstellung mit dem tierfreien Material werden nur etwa halb so viele Treibhausgase freigesetzt wie bei normalem Leder – außerdem wird bis zu sechs Mal weniger Wasser benötigt. Gleichzeitig soll es durch sein leichtes Gewicht sowie durch besondere Wasser- und Kratzfestigkeit deutlich langlebiger sein.

Die Handtaschen werden in Italien nach Luxus-Standards gefertigt. Jedes Modell folgt einem zeitlosen, eleganten Design und vereint toskanische Handwerkstradition mit italienischer Klasse.

Mit ihrer Marke verfolgt die junge Unternehmerin aber noch ein anderes Ziel. Ihr Motto lautet „Follow the arrow“ und ist in jedes ihrer Produkte eingeprägt. Damit möchte sie vor allem Frauen ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen und ihrer ganz persönlichen Vision zu folgen. Generell nutzt Jena ihre Stimme verstärkt für Frauenrechte – insbesondere für die Rechte derer Frauen, die in vielen Ländern unter den schlechten Arbeitsbedingungen der Textilindustrie leiden. Gemeinsam mit der Organisation „RLCC“ unterstützt sie pakistanische Frauen dabei, selbstständig ein Handwerk zu erlernen und somit mehr finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen. Jeder Taschenbestellung fügt Jena herzförmige Schlüsselanhänger hinzu, die unter fairen Arbeitsbedingungen von diesen Frauen gefertigt werden.

Weiterhin bietet die Französin für ihre Taschen ein Recycling-Programm an. Hat man seine Tasche ein Jahr lang getragen und geliebt, besteht die Möglichkeit, sie gegen einen Wertgutschein zurückzutauschen. Das Material des alten Produkts durchläuft dann einen zweiten Produktionsprozess, während die Kundin sich an einer neuen Tasche erfreut. So hofft Jena, die Konsumenten nach und nach für mehr Kreislaufkaufentscheidungen sensibilisieren zu können.

Für weitere Informationen besuchen sie www.jenah-st.com.

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