• Biozyklisch-Veganer Anbau in Belgien: neue Positionierungsmöglichkeit für Restaurantkette “Foodmaker”



    pflanzen im gewächshaus
    © Förderkreis Biozyklisch-Veganer Anbau e.V.

    Der biozyklisch-vegane Anbau ist nun auch in Flandern angekommen

    Im Oktober 2021 wurde der flämische Landwirtschaftsbetrieb ‘Bioboer Mark’ von Mark van Hove für seinen Kräuter- und Gemüseanbau als erster Partner in Belgien mit dem internationalen Biozyklisch-Veganen Gütesiegel ausgezeichnet. Erzeuger, die dieses Label führen, arbeiten nach den Biozyklisch-Veganen Richtlinien, einem ökologischen Anbauprinzip auf rein pflanzlicher Grundlage, bei dem weder Nutztiere gehalten noch Betriebsmittel tierischen Ursprungs verwendet werden dürfen.

    Das Biozyklische Vegane Gütesiegel verbreitet sich zunehmend in verschiedenen Ländern Europas (Deutschland, Frankreich, Niederlande, Schweiz, Österreich, Rumänien, Griechenland, Zypern) und seit kurzem auch in Kanada. Obwohl der biozyklisch-vegane Anbau in Belgien noch wenig bekannt ist, setzt Mark van Hove schon seit vielen Jahren auf eine rein pflanzliche Düngung. Dies erscheint ihm logisch, weil es genau seinen Bedürfnissen entspricht.

    mark van hove im gewächshaus
    Mark van Hove © Förderkreis Biozyklisch-Veganer Anbau e.V.

    Denn ständig werden dem Boden Nährstoffe entzogen, die ihm durch Düngung wieder zugeführt werden müssen. Bei der Verwendung von tierischem Dünger besteht allerdings die Gefahr, dass bei der Ernte noch Reste von schädlichen Bakterien (E. Colli usw.) auf den Pflanzen, insbesondere auch auf den empfindlichen Kräutern, vorhanden sind. Deshalb hat sich Mark für eine pflanzliche Düngung entschieden.

    Bei regelmäßig stattfindenden Kontrollen wurden auf seinen Produkten keinerlei Rückstände von Krankheitserregern gefunden. Außerdem war eine Verbesserung der Bodenqualität und eine Erhöhung des Humusgehaltes zu verzeichnen, was einherging mit einer Erhöhung der CO2-Bindungskapazität des Bodens. Auf diese Weise leistet die biozyklisch-vegane Landwirtschaft auch einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz.

    Inzwischen baut der Betrieb nach diesen Prinzipien nicht nur Süßkartoffeln, frische Kräuter und essbare Blumen, sondern – erstmals in Belgien – auch Ingwer und Kurkuma an, worauf van Hove besonders stolz ist, vor allem auch, weil die Erntegewichte die kühnsten Erwartungen übertreffen. Hierbei spielt die richtige Zusammenstellung des pflanzlichen Komposts eine entscheidende Rolle.

    marc van hove betrieb in belgien
    © Förderkreis Biozyklisch-Veganer Anbau e.V.

    Beim biozyklisch-veganen Anbau geht es aber nicht nur um das Verbot von Dünge- und Betriebsmitteln tierischen Ursprungs, sondern es handelt sich um eine ganzheitliche ökologische Kreislaufwirtschaft, die die Artenvielfalt fördert und darüber hinaus dazu beiträgt, das Problem der Überdüngung zu lösen, welches eines der Hauptprobleme der landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion darstellt. Diese Form der Landwirtschaft hat nach Ansicht von Mark van Hove eine echte Zukunft.

    Mark van Hove liefert seine Produkte exklusiv an die Restaurantkette „Foodmaker“, welche sie für viele ihrer Frischgerichte in ihren belgischen, niederländischen und französischen Restaurants verwendet sowie für die Belieferung von Delhaize, einem der weltweit größten Konzerne im Lebensmitteleinzelhandel.

     

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