Food & Beverage

GEA liefert offene Pilotlinie für Präzisions- und Biomassefermentation an BFF in den Niederlanden

GEA wird für BFF (NIZO Food Innovation Campus in Ede, Niederlande) eine Linie für Präzisionsfermentation liefern und in Betrieb nehmen.

GEA wurde mit einer Anlage zur Skalierung von Präzisions- und Biomassefermentation für die Biotechnology Fermentation Factory (BFF) in Ede (Niederlande) beauftragt. Der Open-Access-Standort auf dem NIZO Food Innovation Campus bietet Lebensmittel- und Zutatenherstellern eine professionell betriebene Infrastruktur, um Produkte in Lebensmittelqualität zu testen, zu validieren und zu skalieren – etwa tierfreie Milch- und Eiweißproteine, Spezialenzyme, Aromen und Duftstoffe sowie weitere funktionelle Biomoleküle. Die Installation ist für 2026 geplant, der Pilotbetrieb soll 2027 starten.

Frederieke Reiners, Vice President New Food, GEA, sagt dazu: „Offen zugängliche Pilotkapazitäten sind der Baustein, der vielen Innovatoren bisher gefehlt hat. Mit der BFF-Linie ermöglichen wir die schnellere Validierung unter Bedingungen der Lebensmittelqualität – und schaffen den logischen Anschluss an unser GEA New Food Application & Technology Center: Dort entsteht der Machbarkeitsnachweis (Proof of Concept), hier liefern wir anwendungsreife Muster und entscheidungsrelevante Daten für den Schritt in die industrielle Fertigung. Das zahlt auch auf Mission 30 ein, wo Biotechnologie auf skalierbare Produktion trifft.“

Marcel Oogink, Geschäftsführer der Biotechnology Fermentation Factory (BFF Ede), ergänzt: „Unser Ziel ist, zuverlässige, frei zugängliche Kapazitäten bereitzustellen, damit Prozesse unter realistischen Bedingungen in Lebensmittelqualität nachweisbar werden. Mit der GEA-Anlage gewinnen Unternehmen Tempo und technische Sicherheit für den Weg von der Laborentwicklung zur industriellen Reife.“

© nizo/bff/royal haskoning
© NIZO/BFF/Royal Haskoning

Die Lücke schließen mit einem frei zugänglichen Modell

Viele Programme in der Präzisions- und Biomassefermentation stocken zwischen Laborerfolg und erstem kommerziellem Auftrag. Das Open-Access-Modell von BFF schließt diese Lücke: ein stimmiges Prozessumfeld, geringeres Risiko beim Technologietransfer und eine kürzere Zeit bis zur Validierung – eingebettet in Europas Food-Biotech-Ökosystem.

BFF stellt buchbare Fermentationskapazitäten, Prozess-Know-how und Qualitätsverfahren für Pilot- und Demo-Kampagnen bereit. So entstehen entscheidungsrelevante Datensätze, ohne dass Unternehmen eine eigene Anlage bauen müssen. BFF arbeitet nach Lebensmittelstandards und produziert Testmengen für sensorische Bewertungen und Anwendungstests. Produktteams erhalten Material, das sie unmittelbar für die weitere Entwicklung einsetzen können.

© nizo
© NIZO

Kapazität und integrierter Workflow für fundierte Entscheidungen

Mit einem 1.000-Liter- und einem 10.000-Liter-Hauptfermenter liefert GEA eine integrierte Linie vom Upstream bis zum Downstream für Prozesse in Lebensmittelqualität – von Medienvorbereitung und kontrollierter Fermentation bis zur Zellernte und Filtration zur Rückgewinnung und Reinigung. Inbetriebnahme- und Validierungs-Support stellt sicher, dass entscheidungsrelevante Datensätze entstehen; Organismen, Rezepturen und Geschäftszahlen bleiben vertraulich.

Diese Aufstellung ergänzt BFFs Pre-Pilot-Assets und ist direkt mit der Pilotanlage für nachgelagerte Verarbeitung von NIZO auf demselben Campus verbunden. Teams können Fermentation, Primärrückgewinnung sowie Konzentration und Reinigung im professionellen Maßstab an einem Ort durchführen. Zusammen entsteht so eine der umfangreichsten mittelgroßen Validierungsumgebungen für Präzisions- und Biomassefermentation in Lebensmittelqualität in Europa.

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