Beim Online-Supermarkt Knuspr liegt nach dem Jahreswechsel wieder der Veganuary im Fokus. Der Veganuary ist längst kein kurzfristiger Hype mehr, er setzt tonangebende Impulse für Ernährung, Konsum und Handel.
Während gleichzeitig auf EU-Ebene intensiv darüber diskutiert wird, wie pflanzliche Alternativen künftig überhaupt heißen dürfen, zeigt sich im Konsumverhalten ein sehr klares Bild: Für viele Menschen sind Haferdrinks, vegane Schokolade, Tofu, Tempeh & Co. ganz selbstverständlich Teil des wöchentlichen Einkaufs geworden. 3 % der Menschen in Deutschland ernähren sich bereits komplett vegan, Tendenz steigend.

Aktuelle Daten des Online-Supermarkts Knuspr belegen diesen Shift: Die Nachfrage nach Plant-Based-Produkten stieg im Jahresvergleich um +34 %, bei Fleisch- und Fischalternativen um ganze +32 %. Rund 12 % aller Warenkörbe enthalten mittlerweile mindestens ein pflanzliches Ersatzprodukt: ein klares Signal, dass Plant-Based Ernährung 2026 immer mehr im Mainstream ankommt.
„Der Veganuary hat sich längst von einer Challenge zu einer echten Bewegung entwickelt. Immer mehr Menschen nutzen den Jahresstart, um ihre Ernährung leichter, nachhaltiger und vielfältiger zu gestalten“, so Sydney Colombani, Senior Category Managerin Fresh & Plant Based bei Knuspr. Sie zeigt auf, welche Entwicklungen derzeit besonders viel Resonanz finden und welche fünf Plant-Based-Trends 2026 neuen Schwung in den Ernährungsalltag bringen.
Die 5 vegane Food Trends
1. Next-Generation Proteine: Fermentation macht Plant-Based massentauglich
2026 zeigt sich deutlicher denn je: Die Zukunft pflanzlicher Proteine liegt in der Fermentation. Während Soja und Erbse wichtige Klassiker bleiben, entstehen durch Mykoproteine, Duckweed oder präzisionsfermentierte Inhaltsstoffe völlig neue Produktwelten. Was früher „Ersatzprodukte“ waren, entwickeln sich heute zu eigenständigen, kulinarisch hochwertigen Lebensmitteln.
„Die Zeiten, in denen vegane Proteine auf wenige Sorten begrenzt waren, sind vorbei. Neue Herstellungsverfahren sorgen dafür, dass pflanzliche Alternativen geschmacklich wie auch in der Textur immer überzeugender werden“, sagt Sydney Colombani.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Verkaufszahlen: Der Bereich Fleisch- und Fischalternativen wächst bei Knuspr zweistellig. Besonders fermentationsbasierte Produkte zeigen überproportionale Zuwächse.

2. Clean Label & kurze Zutatenlisten: Weniger Verarbeitung, mehr Vertrauen
Für die meisten Verbraucher sollen Produkte simpel, nachvollziehbar und möglichst naturbelassen sein. Haferdrinks, Mandelmilch, klassischer Tofu, Seidentofu oder Nussmuse gehören deshalb zu den stärksten Wachstumskategorien des vergangenen Jahres.
Gleichzeitig verändert sich die Erwartungshaltung: Ein einfaches „vegan“-Label reicht längst nicht mehr aus, um gesundheits- oder nachhaltigkeitsbewusste Käufer zu überzeugen. Sie wollen wissen, wie ein Produkt hergestellt wurde, woher die Zutaten stammen und wie transparent die Marke kommuniziert.
Damit gewinnt ein weiterer Faktor klar an Bedeutung: Regionalität. Kunden achten zunehmend darauf, woher die Rohstoffe stammen, etwa Soja oder Hafer aus deutscher Landwirtschaft und bevorzugen Hersteller, die lokal arbeiten. Bei Knuspr zeigt sich diese Entwicklung deutlich. „Wir beobachten, dass Regionalität auch im Plant-based-Bereich eine immer wichtigere Rolle spielt“, sagt Sydney Colombani. „Handwerkliche und lokal produzierte Alternativen schaffen Vertrauen, stehen für kurze Wege und passen zum Wunsch nach mehr Transparenz und Authentizität.“
3. Plant-Based Sweets werden Premium: Genuss ohne Kompromisse
Vegane Süßigkeiten haben sich von der „Notlösung“ zu einer eigenen Premiumkategorie entwickelt. Schokoladen auf Hafer-, Mandel- oder Cashewbasis, Single-Origin-Kakaos, pektinbasierte Gummis, vegane Nougatcremes oder Proteinriegel: Sie alle erfüllen ein neues Bedürfnis nach gesundem, aber bewussten Genuss. Besonders deutlich wird das im Süßwaren-Bereich, der bei Knuspr hohe Wachstumsraten zeigt. Die Nachfrage verschiebt sich von „vegan um jeden Preis“ zu „vegan UND hochwertig“.

4. DIY-Food: Gut Health wird zum Lifestyle-Megatrend
Durch Social Media haben Darmgesundheit, Fermentation und „Food as Wellness“ einen enormen Popularitätsschub erlebt. Kombucha, Tempeh, Kimchi, Sauerkraut oder eingelegtes Gemüse sind längst keine Nische mehr, sondern feste Bestandteile einer gesundheitsorientierten Ernährung.
DIY-Fermentation passt perfekt in diesen Zeitgeist: Sie ist einfach, natürlich, preisgünstig und Social-Media-tauglich. „Fermentation ist einer der spannendsten Bereiche der modernen Ernährung. Kundinnen und Kunden greifen zunehmend zu Kimchi, Miso oder Kombucha, weil sie spürbare Vorteile für Verdauung, Energie und Haut wahrnehmen“, so Sydney.
5. Beyond Meat: Seafood, Drinks & botanische Cocktails setzen neue Akzente
Die pflanzliche Ernährung entwickelt sich 2026 deutlich breiter und zwar weg von klassischem Fleischersatz, hin zu komplett neuen Kategorien. Besonders dynamisch wächst alles rund um pflanzliche Seafood-Alternativen, funktionale Getränke mit natürlichen Pflanzenstoffen und alkoholfreie Botanical-Cocktails. Diese neuen Produktwelten bedienen gleich zwei Bedürfnisse gleichzeitig: bewusst genießen und gleichzeitig die eigene Gesundheit stärken.
Pflanzliche Fischalternativen etwa, zum Beispiel Thunfisch, Lachs oder Garnelen auf Basis von Algen und Hülsenfrüchten, profitieren vom steigenden Interesse an Omega-3-reichen, nachhaltigen Proteinen. Gleichzeitig erlebt der Markt für funktionale Drinks, etwa mit Ashwagandha, Reishi, Maca oder Probiotika, einen Aufschwung, der weit über den Veganuary hinausgeht. Auch alkoholfreie Cocktails auf Kräuter- und Pflanzenbasis boomen, weil sie Wellness, Clean Drinking und Geschmacksvielfalt verbinden.
Sydney fasst es so zusammen: „Die pflanzlichen Produkte sprechen Menschen an, die bewusster leben möchten, ohne an Genuss einzubüßen. Seafood-Alternativen, funktionale Drinks und Botanical Cocktails sind kein Ersatz: Sie sind eine neue Form von Lifestyle.“






