Neuer Preis für Lebensmittel-Innovatoren ins Leben gerufen

food planet prize
© Curt Bergfors Foundation

Die in Stockholm ansässige Curt Bergfors Foundation hat einen neuen über 1 Million Dollar dotierten Preis für Lebensmittel-Inovatoren mit dem Namen “Food Planet Prize” ins Leben gerufen. Zunächst sollen jährlich zwei Auszeichnungen in entsprechender Höhe vergeben werden: Die Erste wird für Skalierbarkeits-Lösung für nachhaltige Lebensmittel, die Zweite für innovative Initiativen und Projekte, die den globalen Lebensmittelsektor verändern könnten.

Die Nominierungen für den Food Planet Prize können derzeit eingereicht werden, die ersten Preisauszeichnungen werden dann im Laufe des Jahres 2020 vergeben. Die Nominierungen werden von einer internationalen Jury aus führenden Wissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern und Unternehmern bewertet.

Curt Bergfors
Curt Bergfors © Curt Bergfors Foundation

“Dies sind Herausforderungen, denen wir uns alle stellen müssen”, sagt der schwedische Unternehmer und Initiator Curt Bergfors. “Unser Ernährungssystem ist kaputt und der Planet kränkelt. Wir sind alle Teil des Problems, und wir müssen alle versuchen, Teil der Lösung zu sein. Ich möchte durch die Stiftung und diese neuen Preise einen Beitrag zum Positiven leisten”. Das Gründungskapital von 500 Millionen SEK stammt aus dem Privatvermögen von Bergfors.

Den Vorsitz der Jury führt Johan Rockström, der geschäftsführende Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der sagt: “Wir brauchen eine Revolution des Ernährungssystems oder riskieren, unseren Planeten zu destabilisieren. Der neue Food Planet Prize soll zu diesem Ziel beitragen.”

Aktuelle Herausforderungen des globalen Ernährungssektors:

  • Die Weltbevölkerung beträgt derzeit 7,8 Milliarden Menschen. Im Jahr 2030 werden es geschätzt 8,5 Milliarden sein und bis 2050 fast 10 Milliarden. Mit dem heutigen Ernährungssystem wird die Welt nicht in der Lage sein, eine Bevölkerung dieser Größe zu ernähren, ohne das Klima und die biologische Vielfalt der Erde weiter zu gefährden.
  • Die Beseitigung des Hungers bis 2030 ist eines der zentralen UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung. Über 800 Millionen Menschen leiden immer noch an Hunger und Unterernährung. Nach jahrzehntelangem Fortschritt ist diese Zahl in den letzten Jahren leider wieder gestiegen.
  • Das Ernährungssystem trägt zu etwa einem Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen bei.
  • Die Welt nutzt etwa die Hälfte der verfügbaren Fläche auf der Erde für die Nahrungsmittelproduktion, und etwa 70% der Süßwassernutzung beansprucht die Landwirtschaft für sich.
  • Das Ernährungssystem ist eine der Hauptursachen für das Artensterben auf der Erde.

Neben dem Food Planet Prize wird die Stiftung auch eine Professur mit dem Schwerpunkt “Transformation zu einem nachhaltigen Ernährungssystem” finanzieren. Es ist vorgesehen, dass die Professur am Stockholm Resilience Centre der Universität Stockholm angesiedelt wird.

Das Nominierungsverfahren ist jetzt für Einreichungen auf foodplanetprize.org verfügbar. Für weitere Informationen: foodplanetprize.org, [email protected]

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