Am 10. Februar findet im Kulturzentrum Miguel Delibes in Valladolid die offizielle Feier zum World Pulses Day 2026 statt, einer Veranstaltung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die zum zweiten Mal in ihrer Geschichte außerhalb Roms stattfindet. Die Wahl Spaniens und insbesondere Kastiliens und Leóns ist kein Zufall: Die Region macht mit mehr als 164.000 Hektar und einer Produktion von fast 200.000 Tonnen 38 % der nationalen Anbaufläche für Hülsenfrüchte aus.
ProVeg Spain, eine internationale Organisation zur Sensibilisierung für Ernährung, begrüßt diese Entscheidung und nutzt diese Gelegenheit, um die grundlegende Rolle hervorzuheben, die Hülsenfrüchte beim Übergang zu nachhaltigeren, gesünderen und faireren Ernährungssystemen spielen sollten. Der Welt-Hülsenfrüchte-Tag 2026 konzentriert sich darauf, Hülsenfrüchte, die gemeinhin als „bescheidene” Nahrungsmittel angesehen werden, zu entstigmatisieren und ihre weltweite Anerkennung als grundlegender Bestandteil unserer zukünftigen Ernährung aufgrund ihres Geschmacks, ihrer Nährwerte, ihrer Umweltvorteile und ihrer kulinarischen Vielfalt hervorzuheben.
Eine Antwort auf den Anstieg der weltweiten Nachfrage nach Proteinen
Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung und der steigenden Nachfrage nach Proteinen stellen Hülsenfrüchte eine erschwingliche Ernährungslösung dar. Sie enthalten zwischen 20 % und 25 % Protein, also 2-3 Mal mehr als Getreide. Außerdem sind sie reich an Eisen, löslichen Ballaststoffen, Vitamin B und essenziellen Mineralien, was sie zu einer grundlegenden Säule der globalen Ernährungssicherheit macht.

Im Jahr 2022 erreichte die weltweite Produktion von Hülsenfrüchten 96 Millionen Tonnen, was ihre strategische Bedeutung unterstreicht. Das Wachstumspotenzial ist jedoch enorm: Im Vereinigten Königreich liegt der derzeitige Verbrauch bei nur 3,4 Kilogramm pro Person und Jahr und damit weit unter den von der Weltgesundheitsorganisation für eine ausgewogene Ernährung empfohlenen 6 bis 7 Kilogramm.
Hülsenfrüchte sind seit Beginn der Landwirtschaft vor mindestens 10.000 Jahren Teil der mediterranen Ernährung. Diese Ernährungsweise, die 2010 von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt wurde, zeichnet sich durch einen hohen Verzehr pflanzlicher Lebensmittel aus, wobei Hülsenfrüchte eine ihrer Grundsäulen sind. Hülsenfrüchte sind eine günstige Quelle für Proteine, Vitamine, komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe sowie eine wichtige Quelle für Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Folsäure und Magnesium. Darüber hinaus haben die in Hülsenfrüchten enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, Saponine und Tannine, eine antioxidative und krebshemmende Wirkung.
Untersuchungen haben außerdem gezeigt, dass der regelmäßige Verzehr von Hülsenfrüchten zur Senkung des Cholesterinspiegels, zur Verbesserung der Darmgesundheit und zur Gewichtskontrolle beitragen kann. Aufgrund ihres niedrigen glykämischen Indexes eignen sie sich ideal zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels, was insbesondere für Menschen mit Diabetes von Vorteil ist. In den letzten Jahrzehnten haben wir uns jedoch allmählich von diesem gesunden Modell entfernt. Die Empfehlungen der AESAN für eine gesunde und nachhaltige Ernährung sehen mindestens vier Portionen Hülsenfrüchte pro Woche vor, doch wir konsumieren immer weniger davon.







