DIN bearbeitet neues internationales Normungsprojekt zu vegetarischen und veganen Produkten

DIN Logo Normung
© DIN Deutsches Institut für Normung e. V.

Wann dürfen Lebensmittel als vegan oder vegetarisch bezeichnet werden? Diese zentrale Frage wird zeitnah im Fokus eines neuen Normungsvorhabens der internationalen Normungsorganisation (ISO) sein. Unter dem Titel „Food suitable for vegetarians / vegans”  werden auch bei DIN die Arbeiten an der ISO 23662 aufgenommen. Dafür wird eigens ein neuer Arbeitsausschuss „Vegetarische und vegane Lebensmittel“ im Normenausschuss Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte eingerichtet.

Standardisierte Kriterien für B2C und B2B

Vegetarische und vegane Ernährung nimmt weltweit zu. Da immer mehr Produkte dafür auf den Markt kommen, suchen Verbraucher nach klaren, konsistenten und relevanten Informationen über die Lebensmittel, die sie kaufen möchten. Ziel der Norm ist es daher, die notwendigen standardisierten Kriterien für vegetarische und vegane Produkte, auf die sich die Lebensmittel- und Getränkeindustrie beziehen könnte, bereitzustellen und so den internationalen Handel mit diesen Produkten zu erleichtern.

Die Norm richtet sich sowohl an Hersteller als auch Endverbraucher und soll somit im Business-to-Business-Bereich, im Lebensmittelhandel und bei der Information der Verbraucher über Lebensmittel (Kennzeichnung und Angaben) Anwendung finden. Sie gilt nicht für die Sicherheit von Mensch und Umwelt, sozioökonomische Erwägungen (z. B. fairer Handel, Tierschutz) und die Merkmale von Verpackungsmaterialien.

Somit wird die Erarbeitung der ISO-Norm nun auch unter deutscher Beteiligung stattfinden. Diese stand im Dezember 2018 noch nicht fest.

Die Gründungssitzung des neuen Ausschusses „Vegetarische und vegane Lebensmittel“ wird am 02. September 2019 in Berlin stattfinden. Interessierte können sich schon jetzt bei der zuständigen Teamkoordinatorin, Juliane Jung, melden.

Anzeige
Kennen Sie schon unsere internationale Ausgabe? Hier klicken (Link auf vegconomist.com) vegconomist (nicht veconomist)