• Caroline Zimmer von der E.V.A. GmbH: “Ehrlichkeit und Offenheit, also eine Kommunikation auf Augenhöhe, finde ich immens wichtig für ein faires Miteinander”



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    Caroline Zimmer, Geschäfstführerin der E.V.A. GmbH © Simply V

    Die E.V.A GmbH mit ihrer beliebten Käsealternativmarke Simply V zählt bereits seit Jahren zu den führenden Akteuren auf dem deutschen Markt für alternative Proteinprodukte. Simply V ist mit einem Marktanteil von über 50 Prozent deutscher Marktführer im Bereich pflanzlicher Käse-Alternativen und befindet sich auch weiterhin auf Wachstumskurs.

    Im Rahmen unserer Interviewreihe mit einflussreichen Frauen aus dem veganen Business sprachen wir nun mit Caroline Zimmer, der Geschäftsführerin der E.V.A. GmbH, über persönliche Einstellungen und welche Voraussetzungen Frauen mitbringen sollten, die an die Spitze eines großen Unternehmens wollen.

    Frau Zimmer, was treibt Sie an?

    Das Leben als solches – das Leben ist ein wunderbares Geschenk und ich freue mich immer wieder darüber, Neues zu erkunden und Neuland zu entdecken. Das ist einfach spannend und eine unglaubliche Antriebsfeder für mich. Wir haben heute so viele Möglichkeiten, aktiv kreativ zu sein und Dinge zu verändern. Die Möglichkeiten, die mir zur Verfügung stehen, möchte ich nutzen und etwas dazu beitragen, Dinge im positiven Sinne zu verändern und mitzugestalten. Denn es ist wichtig, dass wir nicht mehr nur über Veränderungen reden, sondern auch etwas dafür tun.

    Welche Werte sind für Sie besonders wichtig?

    Ehrlichkeit und Offenheit, also eine Kommunikation auf Augenhöhe, finde ich immens wichtig für ein faires Miteinander. Und natürlich Respekt, ein respektvoller Umgang ist ein hoher Wert für mich, auch wenn es mir selbst manchmal schwerfällt, in manchen Situationen entsprechend zu agieren. Achtsam zu sein ist wichtig, sowohl anderen gegenüber als auch für sich selbst.

    Und, das mögen keine Werte als solche sein, aber Lebensfreude und positives Denken sollten wir nicht vergessen, beides ist gerade in der heutigen Zeit von großer Bedeutung. 

    Welche drei Dinge würden Sie verändern, wenn Sie könnten?

    Wenn ich einen Zauberstab hätte, und so verstehe ich diese Frage jetzt mal, dann würde ich die Gier der Menschen umwandeln in ein bisschen mehr Demut vor dem Leben. Dann würde ich natürlich diesen Krieg stoppen und das unsägliche Leid, das deswegen passiert. Und drittens würde ich mir wünschen, dass wir es mit dem Umgang mit Mutter Erde wirklich ernst meinen und nicht zuerst unser Ego befriedigen oder an unseren Geldbeutel denken.

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    © E.V.A. GmbH / Simply V

    Wofür sind Sie dankbar?

    Dankbar bin ich für das tolle Team, mit dem ich zusammenarbeite. Auch wenn es manchmal nicht einfach ist, wir lernen so viel voneinander und miteinander, das ist einfach toll. Außerdem bin ich dankbar, dass ich eine wunderbare Partnerin habe. Und vor ein paar Wochen hätte ich noch gesagt, dass ich sehr dankbar bin, in einem Europa ohne Krieg zu leben. Gerade die aktuellen Entwicklungen führen uns dramatisch vor Augen, wie sehr wir das, was wir haben, schätzen sollten.

    Mit wem würden Sie gerne mal essen gehen?

    Mit Dronning (Königin) Margarethe aus Dänemark.

    Welche Tipps hätten Sie für andere Frauen, die an die Spitze eines Unternehmens wollen?

    Zunächst einmal sollte man sich fragen, ob man wirklich dazu bereit ist, ob man sich darüber im Klaren ist, was das eigentlich bedeutet, eine solche Verantwortung zu tragen. Denn je nach Größe eines Unternehmens ist man ja dafür verantwortlich, dass viele Beschäftigte ihr Auskommen haben. Dass man unter Umständen Entscheidungen fällen muss, mit denen man nicht zu jedermanns Liebling avanciert. Das kann einsam machen. Es gehört aus meiner Sicht eine Menge Mut, Durchhaltevermögen und ein gesundes Selbstbewusstsein dazu, weil es nicht immer einfach ist, sich in einer von Männern geprägten Welt zu behaupten. Das muss man einfach wissen, wenn man ganz nach oben möchte.

    Immer bei sich zu bleiben, sich nicht zu verstellen oder zu verbiegen, das erscheint mir sehr wichtig, im Übrigen nicht nur, wenn man an die Spitze eines Unternehmens möchte. Das bringt einen vielleicht nicht ganz nach oben, aber man bleibt authentisch. Denn mir ist es eigentlich nie darum gegangen, an die Spitze eines Unternehmens zu kommen. Das war nie mein oberstes Ziel. Mein Ziel war es, in eine Position zu gelangen, in der ich aktiv mitgestalten kann und Dinge verändern kann.

    Vielen Dank für diese persönlichen Einblicke, Frau Zimmer.

     

    Erfahren Sie mehr zu Caroline Zimmer und der Marke Simply V unter www.simply-v.de.

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