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    Plantbaser: Von der Idee zum fertigen Produkt in nur zwei Wochen



    Digitaler Konfigurator vereinfacht Entwicklung von pflanzlichen Alternativen

    Zahlreiche Beispiele im nationalen und internationalen Markt zeigen, welches ökonomische Potenzial pflanzliche Alternativen bieten. Allerdings steckt hinter den erfolgreichen Produkten in der Regel eine intensive Forschung und Entwicklung, die viel Zeit und Geld kostet. Planteneers hat mit dem neuen PlantbaserTM hierfür eine Alternative entwickelt. Was das Tool kann und für wen es sich anbietet, erklärt Dr. Dorotea Pein, Leiterin Produktmanagement bei Planteneers, im Interview.

    Wer Näheres über den Plantbaser wissen möchte oder eine Produktkonfiguration live erleben will, sollte das Webinar „Plantbaser: Neuproduktentwicklung in 15 Minuten“ nicht verpassen.

     

    Frau Pein, vor gut einem Monat haben Sie den PlantbaserTM auf den Markt gebracht. Wie entwickelt sich das Tool?

    Der Konfigurator kommt extrem gut im Markt an. Wir haben bereits mehr als 2.000 Besucher auf der Website gehabt. Und wir freuen uns, dass die Unternehmen ihre Wunschprodukte konfigurieren.

    Wie geht es weiter?

    Wir werden in diesem Jahr weitere Produktkategorien aufnehmen und den Prozess im nächsten Jahr fortsetzen. Unser Ziel ist, 2022 unser gesamtes Portfolio im PlantbaserTM abzubilden. Damit können Hersteller aus allen relevanten Bereichen der Lebensmittelbranche das Instrument für die Entwicklung von pflanzenbasierten Produkten nutzen.

    Welche Produktgruppen gibt es schon und welche kommen zeitnah hinzu?

    Aktuell können Kunden bereits individuelle pflanzliche Alternativen zu Käse und Joghurt sowie Burger-Patties, Aufschnitt und Mayonnaise auf Pflanzenbasis konfigurieren. Bei den Fleisch- und Wurstalternativen werden wir noch in diesem Jahr Würstchen mit aufnehmen. Bei den Milchprodukten kommen verschiedene Käse-Alternativen wie zum Beispiel Feta hinzu. Und auch der Feinkost-Bereich wird erweitert.

    Welche Zielgruppen sprechen Sie dem Konfigurator an?

    Prinzipiell eignet sich der PlantbaserTM für jedes Unternehmen, vor allem aber für mittelständische Firmen, die noch wenig Expertise in puncto plant-based Food haben oder über keine eigene plant-based F+E-Abteilung verfügen.

    planteneers produktmanagement
    Dr. Dorotea Pein, Leiterin Produktmanagement bei Planteneers © Planteneers GmbH

    Welche konkreten Vorteile haben Anwender des Tools?

    Durch die digitale Produktentwicklung sparen die Kunden sehr viel Zeit. Mit dem PlantbaserTM lassen sich die zahlreichen Abstimmungsprozesse auf ein notwendiges Minimum reduzieren und die Unternehmen kommen mit ihrer Neuheit sehr viel schneller und effizienter zur Marktreife. Mit dem Konfigurator können sie ihre eigenen Ideen konkretisieren. Dabei wird die Möglichkeit, Innovationen zu entwickeln, deutlich vereinfacht.

    Und wie läuft solch eine Konfiguration konkret ab?     

    Der Kunde wählt aus den verschiedenen Zutaten die gewünschten aus. Dabei werden bestimmte Parameter definiert, zum Beispiel Technologie, Produktbasis, Verzicht auf Allergene. Auch Produkteigenschaften wie Fett- und Proteingehalt, Farbe, Textur und Mundgefühl lassen sich individuell einstellen und sind sofort zu sehen. Damit der Kunde direkt am Bildschirm sieht, wie sein Endprodukt aussieht, wenn er zum Beispiel den Fettgehalt reduziert oder Proteingehalt erhöht, haben wir unzählige Produkte und Videos erstellt. Die Veränderungen von Aussehen und Textur sind sofort zu erkennen. Wie das Produkt schmeckt, kann der Kunde bereits erahnen. Konkret erfährt er es ca. zwei Wochen später mit Hilfe der Produktmuster.

    Wie lange dauert diese Konfiguration?

    Innerhalb von 15 bis 20 Minuten können Interessierte das gewünschte Produkt konfigurieren und Muster bestellen.

    Auf welche Faktoren haben Sie bei der Entwicklung des PlantbasersTM besonderen Wert gelegt?

    Eine wesentliche Voraussetzung war die Content-Qualität. Aus unserer Sicht muss die Qualität des Plantbasers herausragend sein. Denn wir müssen dem Kunden visuell verdeutlichen, wie das Produkt schmeckt und welches Mundgefühl es hat. Das versuchen wir mit Hilfe der einzelnen Videos und Fotos zu vermitteln. Deshalb haben wir jede einzelne Rezeptur hergestellt, gefilmt und fotografiert. Irgendwann standen wir zum Beispiel inmitten von mehr als 200 verschiedenen Burger Patty-Varianten.

    © Planteneers GmbH

    Nach welchen Kriterien definieren Sie das Aussehen der einzelnen Versionen? 

    Für jede einzelne Produktkategorie bestimmen wir die Eigenschaften, die den Kunden wichtig sind. Diese Eigenschaften werden dann gemessen, skaliert und im Bild dargestellt. Das ist sehr viel Entwicklungsarbeit. Daher sind wir auch nicht mit dem fertigen Konfigurator auf den Markt gekommen, sondern bauen den PlantbaserTM sukzessive aus. Aber dieser Aufwand ist notwendig, da der Kunde nur auf Basis dieser hohen Qualität seine Auswahl treffen kann.

    Woher wissen Sie, welche Kriterien den Kunden wichtig sind?

    Dieses Know-how liefern unsere Kollegen aus der Forschung und Entwicklung. Auf Basis ihrer jahrzehntelangen Erfahrungen im direkten Dialog mit den unterschiedlichen Kunden  auf der ganzen Welt wissen sie, welche Wünsche und Anforderungen die Unternehmen an die Produktentwicklung haben.

    Lässt sich schon sagen, welche Produktbereiche die Favoriten bei den Kunden sind?

    Die Nachfrage nach Lösungen für Fleischalternativen ist am größten, gefolgt von Milchalternativen und Feinkost.

    Welches Ziel verfolgen Sie mit dem PlantbaserTM?

    Die Digitalisierung schreitet auch im B2B-Bereich mit großen Schritten voran. Der digitale Kundenkontakt ist inzwischen selbstverständlich geworden. Insofern war es für uns logische Konsequenz, ein Instrument zu entwickeln, das unseren Kunden die digitale Produktentwicklung enorm erleichtert. Gleichzeitig vereinfacht es den Dialog mit dem Kunden. Wenn dieser bereits das erste Muster hat, gibt es eine gemeinsame Basis, auf der wir gemeinsam weiterarbeiten können. Die Kunden müssen uns dann nur noch mitteilen, welche Kriterien angepasst werden sollen. Ist das geschehen, können bereits die Muster für die Großproduktion bestellt werden.

    Frau Pein, vielen Dank für das ausführliche Gespräch.

     

    Nicht verpassen: Webinar zum Plantbaser

    Digitale Produktentwicklung auf Vegconomist
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    Wer Näheres über den Plantbaser wissen möchte oder eine Produktkonfiguration live erleben will, sollte das Webinar „Plantbaser: Neuproduktentwicklung in 15 Minuten“ nicht verpassen. Gemeinsam mit Vegconomist stellt Planteneers am Dienstag, den 25. Januar 2022 um 16:00 Uhr den Konfigurator detailliert vor. Dr. Dorotea Pein und Florian Bark zeigen die einfache Handhabung und erläutern die Vorteile für Unternehmen. Im Chat können die Teilnehmer direkt Fragen an die Experten richten.

    Sie haben den Termin bereits verplant? Kein Problem: Das Webinar ist im Anschluss auch als on-demand Format über Vegconomist abrufbar.

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