Markt & Trends

Foodtrends 2026: Fünf Entwicklungen, die den Plantbased-Markt prägen

Bewusst essen, ohne zu verzichten und mit wachsender Lust auf neue Produkte, neue Rohstoffe und Konzepte: Das prägt die Foodtrends 2026.

Pflanzliche Ernährung ist längst kein Nischenthema mehr, sondern Ausdruck veränderter Konsumgewohnheiten und zunehmender Marktreife. Für Hersteller eröffnen sich neue Spielräume in Produktentwicklung, Markenführung und Kommunikation.

Katrin Kasper, PR-Expertin für pflanzliche Ernährung und Gründerin der Agentur KASPER Kommunikation, beobachtet seit Jahren die Entwicklungen der Branche. Der von ihr kuratierte Pressday Plantbased fungiert als Frühindikator für Innovationen, die den Markt mittel- bis langfristig prägen. Aktuell lassen sich dort fünf Trends ablesen, die 2026 weiter an Bedeutung gewinnen.

1. Ferment-Fieber
Fermentierte Produkte erleben ein echtes Revival. Kimchi, Tempeh und fermentierte Tofu-Varianten entwickeln sich von Spezialprodukten zu Everyday-Foods. Sie verbinden intensives Aroma, natürliche Haltbarkeit und funktionale Aspekte wie Darmgesundheit. Marken wie Better Nature, Complete Organics und Taifun zeigen, wie vielseitig und zeitgemäß Fermentation heute gedacht wird – weit über klassische Bio-Nischen hinaus.

© taifun-tofu gmbh
© Taifun-Tofu GmbH

2. Next-Level Meat
Pflanzliche Fleischalternativen erreichen eine neue Qualitätsstufe. In Struktur, Biss und Optik kommen sie dem tierischen Original immer näher. Steaks von Redefine Meat oder Whole Cuts wie die Baby Ribs von Juicy Marbles zeigen, wie perfekt pflanzliche Alternativen Muskelfasern, Blut und sogar Knochenstrukturen imitieren – und dass sie beim Protein inzwischen mit Fleisch vom Tier mithalten können. Für viele Konsumenten geht es dabei weniger um Ersatz als um bewusste Abwechslung.

3. Süße Revolution
Der Wunsch nach Süßem bleibt – aber mit veränderten Zutaten und Rezepturen. Schokoladen, Pralinen und Bliss Balls, die ausschließlich mit Datteln oder sogar nur mit der Kakaofrucht selbst gesüßt sind? Marken wie VIVANI oder Rapunzel zeigen, wie viel Geschmack ganz ohne Industriezucker möglich ist. Auch kreative Aufstriche wie die „Zimtschnecke“ im Glas von Nabio – mit weißen Bohnen als Basis – eröffnen neue Wege für zuckerreduzierten Genuss.

Dug veg of lund milchalternative
© DUG Foodtech AB

4. The New Dairy
Nach Soja, Mandel und Hafer rücken neue Rohstoffe in den Fokus. Pflanzliche Milchalternativen gehen in die nächste Runde: neue Rohstoffe, neue Texturen, neue Kombinationen. Der Kartoffeldrink DUG zeigt, wie vielseitig ein scheinbar altbekannter Rohstoff sein kann. Auch Fruchtjoghurts wie „Pure Joy“ von Zott auf Hafer-Kokos-Basis bringen Dynamik in die weiße Linie – und setzen auf Vielfalt statt reines Ersatzdenken.

5. Daily Boosting
Gesundheit wird alltagstauglich und niedrigschwellig. Funktionale Produkte wie Shots mit Ingwer, Guarana oder Roter Bete – etwa von Voelkel – gehören für viele längst zur Routine. Ergänzt wird der Trend durch hochwertige Öle wie ungefiltertes Schwarzkümmelöl von Bio Planète sowie proteinreiche Aufstriche und Salate, etwa von Bio-verde. Sie verbinden Genuss und Funktionalität – unkompliziert und effektiv.

Mehr Infos: www.pressdayplantbased.de

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