Kanada: Milchkonsum pro Kopf stark zurückgegangen

Kanada Milchkuh
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Der Rückgang der Nachfrage nach Milch hat schon viele Milchhersteller zum Umdenken bewegt. So haben große Unternehmen wie “Danone” und “Dean Foods” erste Schritte hin zu veganen Alternativen gemacht. Auch die kanadische Bundesbehörde “Statistics Canada” hat sich mit der Veränderung des Milchkonsums in ihrem Land beschäftigt. Im April diesen Jahres wurde bereits über die Einführung von Warnhinweisen, unter anderem für Produkte aus Milcherzeugnissen, nachgedacht.

In einem Bericht von CBC News, der sich auf die Nahrungsmittelverfügbarkeit in Kanada seit 1960 konzentriert, werden die Ergebnisse von Statistics Canada aufgegriffen. Die Daten zeigen, dass vor fast 60 Jahren mehr als 70 Liter Vollmilch pro Kopf konsumiert wurden, heute sind es etwa 10. Auch in den USA ist der Verbrauch von Milch deutlich gesunken. Nach jüngsten Daten ist der Absatz von Kuhmilch in den letzten fünf Jahren um 9,7 Prozent zurückgegangen, während der Absatz von Pflanzenmilch im gleichen Zeitraum um circa 61 Prozent gestiegen ist.

Für die Veränderung der Nachfrage gibt es mehrere Gründe. “Wenn man sich den demografischen Wandel, den wirtschaftlichen Wandel, die Veränderungen im Handel und die Gesundheitsbotschaften anschaut, versteht man die Veränderungen in der Ernährung”, erklärt Malek Batal, Professor für öffentliche Ernährung an der Universität Montreal. “Das sind auch Veränderungen in den Ernährungsgewohnheiten. Auch der mediale Einfluss ist nicht zu unterschätzen. In den letzten Jahren haben viele Prominente und Aktivistengruppen über die Grausamkeiten der Milchwirtschaft gesprochen. Darüber hinaus beschäftigen sich immer mehr Menschen mit möglichen Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Milchprodukten.”

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