• Horizon Europe stellt 32 Millionen Euro für die Forschung an nachhaltigen Proteinen zur Verfügung



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    © European Commission

    Horizon Europe, ein Förderprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation, hat heute bekannt gegeben, dass es 32 Millionen Euro für die Erforschung nachhaltigerer Proteinoptionen wie kultiviertes Fleisch und pflanzliche Alternativen bereitstellt. Das Programm arbeitet an der Erreichung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung und dies ist das größte Förderpaket, das bisher speziell für nachhaltige Proteine bereitgestellt wurde.

    Es gibt drei Projektkategorien, die von der Horizon Europe-Förderung unterstützt werden und denen sich die Forscher widmen können:

    • Füllen der Lücken in Bezug auf Ernährung, Sicherheit und Allergenität von alternativen Proteinen und die Bewertung des ökologischen Fußabdrucks dieser Produkte. Budget – 11 Millionen Euro.
    • Entwicklung nachhaltiger Eiweißpflanzensysteme und Wertschöpfungsketten mit der Erleichterung von Best Practices zwischen Landwirten. Budget – 9 Mio. Euro.
    • Konzentrieren Sie sich auf das Lebensmittelumfeld und wollen Sie sicherstellen, dass die Verbraucher in Restaurants und Supermärkten gesunde und nachhaltige Lebensmittel auswählen können. Budget – 12 Mio. Euro
    vegan source of protein pflanzliches eiweiß
    © photka – stock.adobe.com

    Ernährungssicherheit ist ein globales Thema aufgrund einer stetig wachsenden Bevölkerung und des Klimawandels. Bis zum Jahr 2050 werden schätzungsweise 9,7 Milliarden Menschen auf der Erde leben, doch die Ressourcen und Flächen, die für die Nahrungsmittelproduktion auf der Erde zur Verfügung stehen, sind endlich. Um so viele Menschen zu ernähren, müssten wir die derzeitige Nahrungsmittelproduktion verdoppeln. Laut dem Good Food Institute verbrauchen pflanzliche Fleischalternativen 47-99 Prozent weniger Land als konventionelles Fleisch. Im gleichen Bericht des GFI heißt es, dass 77 Prozent aller verfügbaren landwirtschaftlichen Flächen für die Tierhaltung genutzt werden, die Tierhaltung aber nur 17 Prozent der weltweiten Nahrungsmittelversorgung liefert. Diese Art von Ineffizienz würde es zu einer Herausforderung machen, den Nahrungsmittelbedarf bis 2050 zu decken.

    Das Good Food Institute Europe hat zusammen mit 21 anderen Organisationen einen Brief an die Europäische Kommission geschickt, in dem es sie bittet, die Bereitstellung von Finanzmitteln für die Forschung und Entwicklung nachhaltigerer Proteine in Betracht zu ziehen. Es ist nicht das erste Mal, dass Regierungen Mittel für diese Art von Forschung bereitstellen. Die spanische Regierung gewährte BioTech Foods Anfang 2021 5,2 Mio. € (6,3 Mio. USD) für das Kulturfleischprojekt des Unternehmens, bei dem die gesundheitlichen Vorteile von Kulturfleisch untersucht wurden. NovaMeat erhielt außerdem Anfang des Jahres 250.000 € (~ 307.500 USD) von der spanischen Regierung, um seine 3D-gedruckten Fleischalternativen weiter zu entwickeln. In den USA erhielt die UC Davis im vergangenen September einen Zuschuss in Höhe von 3,5 Millionen US-Dollar von der National Science Foundation zur Erforschung von kultiviertem Fleisch.

    Das Programm Horizon Europe läuft noch bis 2027. Wer sich für diese drei Projekte um Fördergelder durch Horizon Europe bewerben möchte, findet unter www.ec.europa.eu/info/ weitere Informationen dazu.

     

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