Studien & Umfragen

Umfrage: 54 % der Kanadier möchten ihren Konsum pflanzlicher Lebensmittel steigern

Eine neue Umfrage, die von Bryant Research im Auftrag von Humane World for Animals durchgeführt wurde, hat ergeben, dass die Mehrheit der Kanadier ihren Konsum pflanzlicher Lebensmittel steigern möchte.

24 % der Befragten gaben an, dass sie bereits aktiv versuchen, mehr pflanzliche Produkte zu essen, während weitere 30 % daran interessiert sind, ihren Konsum dieser Lebensmittel zu steigern. Dies ergibt insgesamt 54 %, was einen Anstieg gegenüber ähnlichen Umfragen aus den Vorjahren darstellt (Neilsen, 2017; Charlebois, Somogyi und Music 2018).

Der häufigste Grund für die Entscheidung für eine pflanzliche Ernährung war die Senkung der Lebensmittelkosten, die von 33 % der Teilnehmer genannt wurde. 30 % gaben Mitgefühl für Tiere an, während 29 % die Verringerung der Umweltbelastung als einen Faktor nannten. 23 % wollten ihr Risiko für chronische Krankheiten senken, und 21 % nannten die Vorbeugung von Antibiotikaresistenzen.

Humane World for Animals Canada glaubt, dass diese Zahlen einen dauerhaften Wandel in der Einstellung gegenüber Lebensmitteln im Land signalisieren. Die Organisation ermutigt Branchenführer zur Zusammenarbeit mit ihrem Forward Food-Programm, das Ressourcen anbietet, um Unternehmen bei der Integration pflanzlicher Produkte in ihre Speisekarten zu unterstützen.

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Pflanzliche Entscheidungen leicht gemacht

Trotz dieser positiven Anzeichen zeigt die Umfrage auch Hindernisse für eine pflanzliche Ernährung auf. 45 % der Befragten nannten die Kosten als Herausforderung; dies ist etwas überraschend, da viele andere Teilnehmer der Meinung waren, dass eine pflanzliche Ernährung ihre Lebensmittelkosten senken könnte. Darüber hinaus gaben 38 % an, dass pflanzliche Lebensmittel in Bezug auf Geschmack und Textur verbessert werden müssten, während 33 % Bedenken hinsichtlich der Nährwerte hatten. Darüber hinaus gaben 30 % an, dass die Vorlieben ihrer Familie ein Hindernis darstellten, 25 % waren besorgt über die begrenzte Auswahl und 19 % erwähnten mangelnde Kochkenntnisse.

Humane World for Animals sagt, dass Gastronomiebetriebe, Hersteller und Einzelhändler diese Herausforderungen angehen könnten, indem sie kostengünstigere Zutaten verwenden, Anreize für Verbraucher schaffen, neue Produkte auszuprobieren, die ernährungsphysiologischen Vorteile pflanzlicher Lebensmittel kommunizieren, für eine große Auswahl sorgen und Rezepte oder Kochtipps bereitstellen. Viele Umfrageteilnehmer waren sich einig, dass die Regierung in eine diversifizierte Proteinproduktion investieren sollte und dass nachhaltigere Proteine in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Schulen und Gefängnissen Vorrang haben sollten.

„Die Schlussfolgerung ist klar: Die Verbraucher tendieren zunehmend zu pflanzlichen Mahlzeiten, da diese einfach sinnvoll für ihren Geldbeutel, ihre Werte und den Planeten sind“, sagt Riana Topan, Programmdirektorin für den Schutz von Nutztieren bei Humane World for Animals Canada. „Wenn Regierungen, Institutionen und Lebensmittelunternehmen pflanzliche Alternativen einfach und lecker machen, erfüllen sie nicht nur die wachsende Nachfrage, sondern tragen auch zum Aufbau eines gesünderen, gerechteren und nachhaltigeren Lebensmittelsystems bei.“

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