• Viva! Farming: Landwirtschafts- und Vegan-Experten suchen gemeinsam nach Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft



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    Großbritanniens führende Landwirtschaftsexperten haben auf einer kürzlich abgehaltenen Veranstaltung in Birmingham über nachhaltige Landwirtschaftspraktiken diskutiert. Die Debatte markierte gleichzeitig den Start der Kampagne Viva! Farming.

    Landwirte und Veganer haben sich innerhalb der Kampagne zusammengetan, um Lösungen für nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken zu finden und so den Planeten zu retten. Die besten Landwirtschaftsexperten des Vereinigten Königreichs kamen in diesem Zusammenhang zu einer Debatte zusammen, um zu erörtern, ob eine nachhaltige Landwirtschaft nur durch eine vegane Landwirtschaft erreicht werden kann.

    Anlässlich des Starts der Viva! Farming-Kampagne argumentierten die führenden britischen Landwirtschaftsexperten für und gegen die Frage, ob nur eine vegane Landwirtschaft wirklich nachhaltig sein kann. In der Debatte gab es zwar unterschiedliche Ansichten über die Verwendung von Tieren, doch der allgemeine Konsens war, dass Zusammenarbeit und Partnerschaften für die Zukunft unerlässlich sind, wenn eine nachhaltige Landwirtschaft erreicht werden soll.

    Die Debatte, die in der Bibliothek von Birmingham im Vorfeld der NFU-Landwirtschaftskonferenz stattfand, wurde von der veganen Wohltätigkeitsorganisation Viva! ins Leben gerufen.

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    Nachhaltige Landwirtschaft: Kluft zwischen Veganismus und Tierhaltungsindustrie überwinden

    Viva! Farming soll die Kluft zwischen Veganern und der Tierhaltungsindustrie überbrücken, um eine Zusammenarbeit aufzubauen, mit der die Auswirkungen auf den Planeten minimiert werden können. Viva! Farming soll die Kluft zwischen Veganern und der Tierhaltungsindustrie überbrücken, um neue Kooperationsmöglichkeiten zu schaffen, mit denen die Auswirkungen auf den Planeten minimiert werden können.

    Schätzungen zufolge verursacht die Landwirtschaft 10 % aller Treibhausgasemissionen im Vereinigten Königreich. Angesichts der traditionell polarisierenden und antagonistischen Debatten über die Zukunft der Verwendung von Tieren in der Lebensmittelindustrie versucht “Viva! Farming” diese Sichtweise zu ändern.

    Bei der Auftaktdebatte kamen Experten mit den unterschiedlichsten Meinungen zusammen, die alle das Ziel verfolgten, eine umweltverträgliche Landwirtschaft zu schaffen. Das Thema der Debatte lautete: “Ist die Zukunft der nachhaltigen Landwirtschaft tierfrei?”.

    Als Unterstützer einer tierfreien Landwirtschaft sprachen: Kerri Waters, Landwirtschaftskoordinatorin, Viva!; Iain Tolhurst, Eigentümer von Tolhurst Organic; Jasmijn de Boo, Vizepräsidentin von ProVeg International; und Prof. Andrew Knight, Professor für Tierschutz und Ethik.

    Gegen eine komplett tierfreie Landwirtschft sprachen: Caroline Drummond, Geschäftsführerin von Linking Environment & Farming; Richard Young, Direktor des Sustainable Food Trust; Christopher Price, Geschäftsführer des Rare Breeds Survival Trust; und Dr. Julia Wright, Professorin am Centre for Agroecology, Water and Resilience der Universität Coventry.

    Die Debatte findet statt, nachdem 26 Länder auf der COP26 neue Verpflichtungen eingegangen sind, ihre Agrarpolitik zu ändern, um nachhaltiger und umweltfreundlicher zu werden. Darüber hinaus haben sich die Länder verpflichtet, in die für eine nachhaltige Landwirtschaft erforderliche Wissenschaft zu investieren.

    nachhaltige Landwirtschaft, grüne Technologien
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    Umstellung auf eine nachhaltige Landwirtschaft stellt große Herausforderung dar

    Bei der Bewältigung der Klimakrise kann eine pflanzliche Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad spielen. Wenn sich die Welt bis 2050 vegan ernähren würde, könnten die mit der Ernährung verbundenen Treibhausgasemissionen schätzungsweise um zwei Drittel reduziert werden.

    Die Umstellung auf eine vegane Landwirtschaft stellt jedoch eine Herausforderung dar, da etwa 48 Prozent der gesamten Landfläche Großbritanniens für die Tierhaltung genutzt werden. In den Ackerbaugebieten werden 55 Prozent der britischen Anbauflächen für den Anbau von Tierfutter verwendet.

    Allerdings gerät die Agrarindustrie zunehmend unter Druck, ihre Praktiken zu ändern, da Fragen der Nachhaltigkeit und der gesunden Ernährung ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Viva! Farming soll den Landwirten helfen, sich von der Tierhaltung zu verabschieden, und zwar auf eine Art und Weise, die für sie keine dramatischen oder finanziellen Auswirkungen hat.

    Die Aktivisten glauben, dass die Überbrückung der Kluft zwischen beiden Seiten der Debatte – den Gegnern und den Befürwortern der Tierhaltung – eine entscheidende Rolle bei der Förderung der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft spielen wird.

    Kerri Waters, Koordinatorin für Landwirtschaft bei Viva! sagte: “Zu lange war es ein Fall von wir gegen sie, wenn es um Veganismus und die Agrarindustrie geht, aber das sollte nicht der Fall sein. Kooperation und Zusammenarbeit, um die Landwirtschaft so nachhaltig wie möglich zu gestalten, sind der Schlüssel, wenn wir unseren Planeten in Zukunft schützen wollen. Viva! Farming geht es darum, starke Beziehungen aufzubauen, bei denen sich beide Seiten gegenseitig unterstützen, um dieses Ziel zu erreichen und einen gesunden Planeten zu schaffen, an dem sich auch künftige Generationen noch lange erfreuen können.”

    Für weitere Informationen besuchen Sie viva.org.uk

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