Food & Beverage

Planteneers: Kreative Lösungen für eine erfolgreiche Ernährungswende

„Plant-based als ‚New Normal‘ war vor fünf Jahren unsere Vision. Inzwischen wird sie mehr und mehr zur Realität“, erklärt Dr. Matthias Moser, Geschäftsführer der Food Ingredients Division der Stern-Wywiol Gruppe, mit Blick auf die Firmengründung von Planteneers vor fünf Jahren. Das junge Start-up hatte sich seinerzeit zum Ziel gesetzt, durch intensive Forschung, kreative Ideen und unermüdlichem Pioniergeist die Zukunft der Branche aktiv mitzugestalten. Heute ist das Unternehmen mit Standorten auf drei Kontinenten vertreten.

Ein Team aus 50 engagierten Mitarbeitenden entwickelt pflanzliche Convenience-Lösungen für eine immer anspruchsvollere Klientel. Und die Kunden können schon jetzt auf mehr als 1.200 Rezepturen für eine Bandbreite an Plant-based-Produkten in allen Segmenten zugreifen.

„Wir haben uns in der Unternehmensgruppe von Anfang an die Frage gestellt, wie die Ernährung der Zukunft aussieht und verstanden, dass pflanzliche Rohstoffe der Baustein für eine nachhaltige Gestaltung der Welternährung sind“, so Dr. Moser. „Aufgrund unserer Erfahrungen im Plant-based-Bereich, die wir seit 2013 mit Hydrosol sammeln konnten, waren wir schon vor fünf Jahren davon überzeugt, wesentlich zur Ernährungswende beitragen zu können – mit attraktiven pflanzlichen Lebensmitteln, die den Verbrauchern schmecken und die preislich so gestaltet sind, dass sie den Übergang zu einer neuen pflanzlichen Ernährung vereinfachen.“

Planteneers logo
© Stern-Wywiol Gruppe GmbH & Co. KG

Gestiegene Ansprüche der Konsumenten erfüllen

Mit Planteneers hat die inhabergeführte Firmengruppe einen Spezialisten für pflanzliche Alternativen im Markt positioniert, der ein breites Sortiment bietet. Mit den Funktionssystemen lassen sich pflanzliche Alternativen zu Fleisch-, Wurst- und Fischprodukten sowie Käse, Milchprodukte und Feinkost herstellen. Zu den besonderen Highlights gehört zum Beispiel das marmorierte Steak, das Planteneers zusammen mit dem Hersteller von Füll- und Portioniersystemen Handtmann entwickelt hat. Dazu kommen Innovationen im Bereich Fisch-Alternativen, in dem das Unternehmen zu den führenden Anbietern gehört.

Jüngste Entwicklung ist eine pflanzliche Variante zu Scheibenkäse, die eine typisch glatte, elastische Textur bietet und zugleich einen hohen Proteingehalt von bis zu acht Prozent. Ein Novum im Markt, mit dem die Plant Based Pioniere erneut die beiden stärksten Kaufargumente bedienen: Genuss und Gesundheit.

„Die Produkte müssen schmecken, sonst haben sie langfristig keine Chance“, betont Dr. Moser. „Darüber hinaus müssen sie aber auch die gestiegenen Ansprüche der Verbraucher erfüllen. Pflanzenbasiert allein reicht oft nicht mehr, die Produkte müssen zusätzliche Kriterien erfüllen – bestimmte Proteingehalte müssen erreicht werden, es sollten Ballaststoffe enthalten sein und das bestenfalls in Clean-Label-Qualität.“

Eine intensive Forschung und Entwicklung ist die Antwort von Planteneers auf die steigenden Anforderungen. Dazu Dr. Moser: „Wir beschäftigen uns früher, systematischer und intensiver mit neuen Rohstoffen als andere. Ein Beispiel dafür ist Myzelium, das in Zukunft eine sehr entscheidende Rolle spielen wird. Ein anderes Beispiel sind neue Bindesysteme, um Lean- oder Clean-Label-Lösungen zu ermöglichen. Wir sind hier sehr aktiv und versuchen, immer einen Schritt voraus zu sein, um bestehende und potenzielle Kunden zu überzeugen. Es ist schließlich etwas ganz Besonderes, wenn man mit namhaften Unternehmen der Fleisch- und Milchbranche zusammenarbeitet und gemeinsam erfolgreiche Produkte auf den Markt bringt.“

© planteneers gmbh cheddar cheese
© Planteneers GmbH

Den Markt aktiv mitgestalten

Dass Planteneers mittlerweile zu den führenden Unternehmen der Branche gehört, belegt auch der Protein Forward Summit, den das Unternehmen initiiert und im letzten Jahr erstmals veranstaltet hat. Dr. Dorotea Pein, Director Technology and Innovation Planteneers, berichtet: „Vertreter der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich pflanzlicher Proteine sind unserer Einladung gefolgt. Das war schon sehr beeindruckend und ist für mich ein Meilenstein, auf den ich persönlich besonders stolz bin.“

Der Summit hat gezeigt, dass das Unternehmen nicht nur neue Ideen und Perspektiven aufzeigt, sondern den Markt aktiv mitgestaltet. Ein Vorteil dabei ist die Zusammenarbeit in der Stern-Wywiol Gruppe, wie Dr. Pein erklärt: „Gerade bei pflanzlichen Alternativen sind wir auf Aromen angewiesen, die die Erwartungen der Kunden an das Geschmackserlebnis der Produkte erfüllen. Unterstützung dabei finden wir bei unserer Schwestergesellschaft OlbrichtArom. Ebenso wichtig ist die Anreicherung der Produkte mit Vitaminen und Mineralstoffen, um auch im pflanzenbasierten Bereich Konzepte für eine gesunde Ernährung zu bieten. Hier arbeiten wir eng mit SternVitamin zusammen. Aber auch vorgelagert, zum Beispiel in puncto Rohwaren, haben wir mit SternEnzym umfangreiches Fachwissen im Haus, das wir jederzeit nutzen können. Durch die vernetzte Zusammenarbeit profitieren wir – und letzlich auch unsere Kunden – in der gesamten Wertschöpfungskette.“

Dr. Matthias moser & dr. Dorotea pein © planteneers gmbh
Dr. Matthias Moser & Dr. Dorotea Pein © Planteneers GmbH

Ein Blick in die Zukunft

Auf dieser Basis lassen sich aktuelle und zukünftige Trends sehr viel einfacher umsetzen. Dr. Pein sagt: „Alternative Proteine aus Pflanzen, Hefen oder aus der Fermentation, aber auch aus der zellulären Landwirtschaft, werden künftig eine größere Rolle spielen. Wir arbeiten bereits an allen Themen, um mit den entsprechenden Funktionssystemen die passenden Endprodukte zu entwickeln. Prognosen zufolge werden sich die alternativen Proteine ähnlich entwickeln wie derzeit die Bio-Produkte. Sie werden in Zukunft einen größeren Stellenwert und einen festen Anteil in der Ernährung haben.“

Ein aktueller Hype ist Mykoprotein. Planteneers ist davon überzeugt, dass der Markt hier weiter wächst. „Wir gehen davon aus, dass sich der Preis stark reduzieren wird, wenn die Produktionskapazitäten größer werden“, so Dr. Pein. „Dann wird Mykoprotein ein Rohstoff sein, der gern genutzt wird, um proteinhaltige Produkte für die Tellermitte herzustellen. Diese Technologie hat wirklich das Potenzial, günstiges Protein zu produzieren, das die Welt ernähren kann.“

Themen wie Clean Label, Rohstoffbasis sowie eine ausgewogene und vollwertige Ernährung auf Basis pflanzlicher Alternativen werden nach Einschätzung der Planteneers-Experten künftig noch stärker in den Vordergrund drängen. „Auch der Snacking-Trend wird sich weiter fortsetzen – gerade in Großstädten und bei Menschen, die nicht mehr selbst kochen“, so Dr. Pein. „Abgesehen davon wird Gesundheit das große Thema der Zukunft sein.“ Und das nicht nur in Deutschland und Europa. Das Thema Plant-based wird auch auf anderen Kontinenten stärker – unter anderem in den USA.

Um mit entsprechenden Lösungen frühzeitig im Markt präsent zu sein und die Anforderungen der Kunden direkt vor Ort zu erfüllen, hat Planteneers vor zwei Jahren eine Niederlassung in Illinois eröffnet. Auch im asiatischen Markt ist das Unternehmen aktiv: In Singapur wurden zum Beispiel die Voraussetzungen für ein Planteneers Technologiezentrum geschaffen. Damit sind die Weichen für die Zukunft in diesem äußerst dynamischen Markt gestellt.

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