“Plenitude”: 17 Mio. € teure Bioraffinerie wird in Belgien eröffnet

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© 3fbio Ltd.
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Das schottische Biotechnologieunternehmen 3FBio hat zusammen mit neun weiteren Partnern des “Bio-based Industries Consortium“, darunter Mosa Meats und Vivera, ein groß angelegtes Mykoproteinprojekt namens “Plenitude” angekündigt. Für diesen Zweck soll bis 2021 eine neue Fabrik in Gent, Belgien, mit einer Produktionskapazität von 16.000 Tonnen pro Jahr eröffnet werden, um die wachsende Nachfrage nach alternativen Proteinen zu bedienen.

In Partnerschaft mit dem Forschungs- und Innovationsprogramms “Horizon 2020” der Europäischen Union wird das Projekt mit insgesamt 17 Mio. € finanziert. Die zehn beteiligten Partner sind über die gesamte EU verteilt: Alcogroup SA, International Flavors & Fragrances IFF BV, Universität Wageningen, Bridge 2 Food, Life Cycle Engineering Srl, Mosa Meat, Vivera, ABP, Lactips und 3FBio.

Verschiedene Produkte aus dem Sortiment von Vivera
vivera.com

Mykoprotein wurde bereits in den 1980er Jahren vom Unternehmen Quorn aus England entdeckt und basiert auf beheimateten Pilzen. Da Quorn derzeit noch das Monopol hat, wird sich 3F Bio auf die Lieferung von B2B-Inhaltsstoffen in großem Stil konzentrieren. Ziel ist es, bis 2030 eine Million Tonnen Mykoprotein zu produzieren, was auch mit einer Reduktion der Kohlenstoffemissionen einhergehen soll.

“Wir sehen ein breites Anwendungsspektrum, einschließlich des Fleischalternativen-Marktes, der eine 15 prozentige jährliche Wachstumsrate aufweist. Ebenso wünschen wir uns eine Reduzierung der produzierten Tierfleischmenge – der einfachste Weg dafür wäre die Verwendung eines Fleischhybrids, bei dem ein Prozentsatz des Fleisches in jedem Produkt durch nachhaltiges Protein ersetzt wird”, sagte 3F CEO Jim Laird gegenüber FoodIngredientsFirst.

“Die wichtigste Herausforderung wird die Integration einer Bioraffinerie in eine Produktionsstätte für Lebensmittel sein, da sie die erste ihrer Art ist. Der Grund für die Integration liegt in erster Linie darin, dass die Bioraffinerie wirtschaftliche Vorteile bringt. Außerdem bin ich nicht besorgt über ein technologisches Risiko, da wir die nicht integrierten Elemente seit Jahrzehnten entwickeln lassen”, fügte Laird hinzu.

Plentitude

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