Food & Beverage

WWF Studie zeigt: Gut 40 Prozent der Deutschen sind bereit, ihren Fleischkonsum für mehr Nachhaltigkeit zu reduzieren

fleischtheke mit fleischprodukten
© Cagkan – stock-adobe.com

Mehr als 40 Prozent der Deutschen sind bereit, ihren Fleischkonsum zu senken, wenn dadurch weniger der aktuellen bundesdeutschen Getreideproduktion als Futtermittel genutzt wird. 33,5 Prozent lehnen es ab, dafür weniger Fleisch zu verzehren. 14,1 Prozent geben an, bereits kein oder weniger Fleisch zu essen. 11,6 Prozent sind noch unentschieden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des WWF.

„Weniger Flächen für Tierfutter bedeutet mehr Flächen für die Ernährung von Menschen, mehr Ernährungssicherheit und mehr Unabhängigkeit von Importen. Die Bundesregierung muss die Ernährungswende ebenso entschlossen angehen, wie die Energiewende“, sagt Tanja Dräger Ernährungsexpertin beim WWF Deutschland. Die Umweltschutzorganisation fordert von der Bundesregierung eine bundesdeutsche Ernährungsstrategie bis 2023 und eine zeitlich begrenzte Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel wie Obst und Gemüse.

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Das Verhältnis von Lebens- und Futtermittelproduktion ist völlig aus den Fugen geraten, warnt der WWF. Die Fütterung landwirtschaftlicher Nutztiere verbraucht in Deutschland rund 60 Prozent des Getreides. „Für die Gesundheit, die Umwelt und die Lebensmittelsicherheit ist der übermäßige Konsum von tierischen Erzeugnissen ein Desaster. Wir nehmen deutlich mehr tierische Eiweiße in Fleisch, Eiern, Milch und Käse auf als gesund ist. Pflanzliche Proteine sind gesunde Alternativen und dies ohne Fett und Cholesterin“, sagt Tanja Dräger weiter.

Ins Spiel bringt der WWF vor dem Hintergrund derzeit steigender Preise auch eine zeitlich begrenzte Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel wie Obst und Gemüse. Die EU-Kommission empfiehlt derartige Maßnahmen aktuell ausdrücklich. Sie sollen helfen, dass steigende Lebensmittelpreise wegen des Krieges gegen die Ukraine nicht zu Mangel- oder Fehlernährung führen. Das war laut Kommission zum Beispiel 2008 im Zuge der Finanzkrise der Fall. Damals kauften Haushalte weniger Obst und Gemüse und stiegen auf tendenziell kalorienreiche, nährstoffarme Lebensmittel um.

Weitere Informationen unter www.wwf.de.

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