Oatly Studie: Sinkender Kuhmilchkonsum in Deutschland aus Gesundheitsgründen

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© OatlyAB

Einer neuen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GKF) zufolge, ist der Konsum von Kuhmilch in Deutschland zunehmend rückläufig. Studienergebnisse führen dies allerdings weniger auf eine wachsende Rücksicht auf die Umwelt, als eher auf gesundheitliche Aspekte und die Sorge um das Tierwohl zurück.

Laut einer von Oatly in Auftrag gegebenen Studie, trinkt rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung gar keine Milch oder greift auf Milchalternativen zurück. Damit übersteigt dieser Wert überraschenderweise deutlich den Prozentanteil an laktoseintoleranten (5-15% in Westeuropa) sowie der vegan (1,6%) und vegetarisch lebenden Menschen (10%). Deutliche Unterschiede im Konsumverhalten sind außerdem zwischen den Generationen erkennbar: Während unter den über 60-Jährigen lediglich jeder Zehnte Milchalternativen trinkt, ist es unter den Millenials hingegen bereits jeder Fünfte.

Wachsende Skepsis gegenüber Gesundheitsmythos Kuhmilch

32% der Befragten sind davon überzeugt, dass Kuhmilch ungesund ist oder zumindest keine positiven Gesundheitsaspekte für den Menschen mit sich bringt. Den Studienergebnissen zufolge besteht dabei ein positiver Zusammenhang zwischen dem Bildungsgrad und dieser wachsenden Skepsis: Je höher der Bildungsgrad der Befragten, desto stärker die kritische Haltung gegenüber Kuhmilch. Angesichts des derzeit geringen Anteils rein vegan und vegetarisch lebender Menschen in Deutschland, verortet die Studie den Umstieg auf Milchalternativen als einfachen ersten Schritt in Richtung einer überwiegend pflanzenbasierten Ernährung.

Mangelndes Bewusstsein über Klimaauswirkungen von Kuhmilchkonsum

Die Auswirkungen des Konsums von Kuhmilch auf die Umwelt sind hingegen den wenigsten bewusst. Während etwa 73% der Deutschen davon überzeugt sind, dass die erzeugenden Industrien die meisten Treibhausgase verursachen und 69% den Verkehr als größten Treibhausgasproduzenten identifizieren, nennen lediglich 25% die Fleisch- und 18% die Milchindustrie als Antwort auf diese Frage. Derzeit sind weiterhin 37% der Deutschen der Meinung, dass die Milchproduktion entweder gar keine oder nur wenig Treibhausgase erzeugt. Tatsächlich sind die Fleisch- und Milchproduktion größere Verursacher von Treibhausgasen als der gesamte Verkehrssektor zusammengenommen.

Aktuell betrachten 23% der deutschen Gesellschaft Nachhaltigkeit als ein wichtiges Kriterium beim Lebensmitteleinkauf. Das ist laut Tobias Goj von Oatly Germany ein Wert mit erheblichem Steigerungsbedarf: „Angesichts der aktuellen Entwicklungen des Weltklimas müssen wir ein Bewusstsein schaffen für das, was wir essen und was das für unseren Planeten bedeutet.“

Die Veröffentlichung der Studienergebnisse startete Anfang April zeitgleich mit einer neuen Oatly Marketing-Kampagne in Deutschland. Der Slogan „It‘s like milk, but made for humans“ möchte dabei die Menschen zu einer verstärkt bewussten und nachhaltigen Ernährungsweise anregen. „Der bereits eingeleitete Wandel hin zu einer pflanzenbasierten Ernährung muss aus unserer Sicht verstärkt werden, um die Auswirkungen auf das Klima zu minieren“, so Goj.

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