Vegane Burger von “Iceland” stechen Vorbild Wagyu Burger aus

Iceland Supermarkt von außen
© Iceland

In Großbritannien wächst die Nachfrage nach veganem Essen. Der Einzelhändler “Waitrose” hat vor kurzem einen eigenen veganen Bereich eingerichtet, um der steigenden Nachfrage der Verbraucher gerecht zu werden. Doch auch der Lebensmittelhändler “Iceland” baut sein veganes Sortiment rasch aus. Ihr fleischloser “No Bull Burger” verkauft sich dabei besser als das fleischliche Original.

Laut der “Vegan Society” hat sich in Großbritannien die Zahl der Veganer, die alle tierischen Produkte einschließlich Milchprodukte und Eier meiden, in den letzten 10 Jahren auf etwa 550.000 vervierfacht. Um mit den zunehmend gesundheitsbewussten Entscheidungen ihrer Kunden Schritt zu halten, werden Großbritanniens Lebensmittelhändler stets veganer – Und das mit Erfolg.

Die Verkäufe von pflanzlichen Lebensmitteln ist bei Iceland in den letzten 12 Monaten um zehn Prozent gestiegen. Im April brachte das Unternehmen mit dem “No Bull Burger” ein weiteren Kassenschlager in Umlauf. Der Burger besteht aus Zutaten wie Soja, Rote-Bete und Paprika und ist dem traditionellen Tierfleisch optisch und geschmacklich ähnlich. Einzig der Geruch vom echten Fleisch fehlt derzeit. Nichtsdestotrotz hat sich der vegane Burger schon jetzt besser verkauft als sein Pendant, das Wagyu-Rindfleisch.

Damit ist Iceland auf den Spuren von “Beyond Meat” und “Impossible Foods,” welche auch vegane Patties produzieren. Beyond Meat ist auch in Großbritannien vertreten und das Unternehmen will bis zum Sommer in insgesamt 50 Ländern verfügbar sein. Impossible Foods hingegen versucht in den asiatischen Markt einzutreten und kündigte eine Investition in Höhe von 114 Millionen US-Dollar an.

Ähnlich wie die beiden Vorreiter hat sich Iceland zum Ziel gesetzt, über den vegetarischen und veganen Markt hinauszugehen, mit Blick auf die geschätzten 22 Millionen Flexitarier in Großbritannien. Neil Nugent, Chefkoch und Erfinder der veganen Burger benennt im Interview ein klares Ziel: “Wir versuchen jene Leute zu bekommen, die ein- oder zweimal die Woche auf Fleisch verzichten wollen.”