Your Super: “Wir bieten die cleansten Superfood-Mischungen auf dem Markt an”

Kristel de Groot & Michael Küch – Gründer von Your Super
© Your Super
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Superfoods sind seit einigen Jahren wortwörtlich in aller Munde. Doch Superfood ist nicht gleich Superfood. Das wissen vor allem die Gründer Kristel de Groot und Michael Küch von Your Super. Gemeinsam mit ihrem Team vertreiben sie Superfood-Mischungen, die eine gesunde Ernährung unterstützen sollen – und das in Bio-Qualität und ohne “Schnickschnack”. Wie das in der Praxis genau aussieht und wieso und wie das Unternehmen sich sozial engagiert, verraten die Gründer im Interview.

Wie ist die aktuelle Situation bei Ihnen im Unternehmen?
Wir haben Your Super im Dezember 2015 gegründet, damals noch in Amsterdam, wo ich ursprünglich herkomme. Mittlerweile haben wir unseren Hauptsitz in Berlin und unser Team besteht aus rund zwölf Superfood-Fans. Außerdem haben wir seit letztem Jahr auch ein Zweitoffice in Los Angeles. Michael und ich pendeln selbst regelmäßig zwischen unserem Office auf der Abbot Kinney Road im Surfer-Mecca Venice und der deutschen Hauptstadt. Über unseren Onlineshop vertreiben wir Superfood-Mischungen (fast) in die ganze Welt. Jeder unserer sieben funktionellen Mixe ist vegan – aber nicht nur das: Sie alle bestehen zu 100 Prozent aus natürlichen Zutaten, sind biozertifiziert, roh, gluten- sowie GMO-frei und frei von jeglichen Zusätzen, Geschmacksverstärkern, Konservierungs- oder Süßstoffen.

Wie kam es zur Entwicklung/Gründung von Your Super?
Zur Gründung von Your Super wurden wir durch eine sehr persönliche Erfahrung inspiriert. Alles begann damit, dass bei Michael mit Mitte zwanzig Krebs diagnostiziert wurde – ein kompletter Schock für ihn als Profisportler, der sich bis dato fit und unverwundbar fühlte. Ich hatte diese Krankheit in meiner Kindheit bereits einmal mit meiner Mutter durchlebt und mischte daraufhin verschiedene Superfoods zusammen, um Michaels Immunsystem nach der Chemotherapie zu unterstützen. Anfangs kreierte ich die Mischungen nur für Michael, mich selbst, unsere Familie und Freunde, doch schon nach kurzer Zeit war die Resonanz überwältigend und die Nachfrage nach Nachschub groß. Deshalb entschieden wir uns schließlich dazu, unser Wissen und vor allem die Superfood-Mixe mit der ganzen Welt zu teilen.

Wie stark entwickelt sich – national & international – gerade das Thema Superfoods?
Ich glaube, immer mehr Menschen wird mehr und mehr klar, dass wir uns viel intensiver damit auseinandersetzen sollten, was wir unserem Körper tagtäglich zuführen, sei es in Form von Kosmetik, Haushaltsartikel oder eben auch Nahrung. Gerade in der jüngeren Generation entwickelt sich hier aktuell ein spürbares Verständnis für, aber auch die Generation unserer Eltern fängt langsam, aber sicher an, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Wir alle nehmen immer mehr stark verarbeitete Produkte zu uns und dafür viel zu wenig frische, unverarbeitete Lebensmittel. Noch dazu muss alles immer schnell gehen, keiner hat Zeit, alle sind busy. Auch die Böden werden nährstoffärmer und es ist für uns viel schwieriger, die empfohlene Menge an Nährstoffen zu uns zu nehmen, als es noch vor wenigen Jahrzenten war. Die unschöne Begleiterscheinung dieser ganzen Faktoren ist, dass 80 Prozent der westlichen Bevölkerung zu wenig Nährstoffe zu sich nehmen. Unsere Superfood-Mischungen sind ein guter und vor allem unkomplizierter Weg, täglich mehr Nährstoffe in die Ernährung zu integrieren, denn jede unserer Mischungen ist reich an natürlichen Vitaminen und Mineralstoffen und unfassbar leicht anzuwenden. Leider wird Superfood oftmals noch als „Trendthema“ abgestempelt oder missverständlich als ein kurzer Hype verstanden, der bald durch das nächste Food Must-Have abgelöst wird. Wir erklären auf unserer Website, in unseren Newslettern & Co. darum auch immer wieder, dass Superfoods schon seit Jahrtausenden von indigenen Völkern und Zivilisationen genutzt werden und damit wirklich alles sind, nur kein kurzlebiger Trend.

Superfoods sind ein absolutes Trendthema, vor allem für Veganer. Warum sollten die Konsumenten Your Super kaufen, besonders, wenn sie sich bereits ausgewogen und gesund ernähren?
Michael und ich haben beide jahrelang professionell Tennis gespielt und waren als Athleten vermeintlich gut informiert was Sport, regelmäßige Bewegung und vor allem eine ‘gesunde Ernährung’ anging. Doch bei genauerem Betrachten stellten wir schnell fest, dass wir lange nicht wirklich verstanden hatten, wie sehr Gesundheit tatsächlich von innen kommt und dass man noch so fit und muskulös aussehen, und trotzdem schwerwiegende Nährstoffmängel haben kann. Natürlich ernähren sich Veganer tendenziell sehr bewusst – dass man gleichzeitig auf die nötigen Nährstoffmengen kommt, schließt das jedoch nicht automatisch mit ein. Denn sich vegan zu ernähren bedeutet nicht zwangsläufig, sich ausgewogen zu ernähren – wie wir alle wissen, sind ja auch Pommes und Oreos vegan (lacht). Und die oben skizzierten Herausforderungen – übervolle Terminkalender, immer weniger Zeit, ausgelaugte Ackerböden und entsprechend nährstoffärmeres Obst und Gemüse – betreffen ja uns alle. Wir leben heute einfach in einem stressigeren und schadstoffbelasteteren Umfeld als jemals zuvor, entsprechend brauchen wir alle – ob Veganer, oder nicht – auch mehr Nährstoffe, als jemals zuvor. Bei unseren Recherchen zu einer Lösung dieses Problems tauchte vor allem ein Begriff immer wieder auf: ”Superfoods”. Also nährstoffreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Samen, Gräser, Algen oder Blätter, die besonders reich an Vitaminen, Mineralien, Antioxidantien, Enzymen und gesunden Fetten sind.

Es gab eine Diskussion darüber, dass „heimische Superfoods“ wie Leinsamen deren tropischen Pendant z.B. Chia-Samen nährstofftechnisch in nichts nachstehen. Wie stehen Sie zu diesem Thema?
Unsere Mischungen erhalten beides – heimische wie auch (aus deutscher Sicht) exotische Superfoods. Als wir unsere Mixe kreiert haben, haben wir bewusst nach den effektivsten und nährstoffreichsten Rohstoffen auf der ganzen Welt gesucht – genau solchen Zutaten, die von indigenen Völkern schon seit tausenden von Jahren für Energie, Kraft und Gesundheit genutzt werden. Dabei ist es uns aber ganz wichtig, alle Zutaten, die nicht klimabedingt aus Übersee kommen müssen, von kleinen Bauern und Betrieben aus Deutschland und Europa zu beziehen – denn auch hierzulande wachsen und gedeihen Superfoods hervorragend. Für Weizengras, Alfalfa-Sprossen und Hanf zum Beispiel bietet Deutschland optimale klimatische Bedingungen. Und auch die super gesunden Algen Spirulina und Chlorella können dank modernster Technik völlig autark von Ozeanen, Seen und Meeren mitten unter uns wachsen – nachhaltig und ganz ohne Schadstoffbelastungen. Von der Qualität dieser Rohstoffe überzeugen wir uns auch gern selbst direkt vor Ort und sind im Juli einmal quer durch die Republik getourt, weil uns die persönliche Kontaktpflege zu den Produzenten einfach wahnsinnig wichtig ist.

Nun gibt es am Markt eine Vielzahl Anbieter von Superfoods. Wie sehen Sie sich und Ihr Unternehmen aufgestellt gegenüber der Konkurrenz?
Wir sagen von uns selbst immer, dass wir die „cleansten“ Superfood-Mischungen auf dem Markt anbieten – denn bei uns ist tatsächlich nur drin, was auch draufsteht. Jede unserer Mischungen besteht ausschließlich aus jeweils fünf bis sechs nährstoffreichen Superfoods, sonst nichts. Als wir anfingen unsere Mischungen zu kreieren, merkten wir schnell, dass andere Superfood-Produkte meist vollgepackt mit Füllstoffen und Süßungsmitteln waren. Die eigentlichen Superfoods waren oftmals erst am Ende der Zutatenliste zu finden. Und auch die Beschaffung der verschiedenen Superfoods war damals eine Herausforderung: Man konnte zwar Zutaten wie puren Matcha beziehen, aber es gab selten eine Bio-Version und auch die Herkunft der Zutaten ließ sich oftmals gar nicht bestimmen. Die meisten Superfoods wurden günstig in Ländern wie z.B. China ohne strikte Regulationen was die Qualitätsstandards angeht gezüchtet. Das war für uns inakzeptabel. Darum arbeiteten wir lange und bis heute an einer fairen und transparenten Lieferkette, welche die nährstoffreichsten Zutaten aus den besten Regionen der Welt sichert. So enthalten unsere Mischungen zum Beispiel Bio-Spirulina aus Frankreich und Griechenland anstelle von kostengünstigeren Alternativen aus China oder Taiwan. Und damit auch unterwegs und auf Reisen niemand auf die tägliche Dosis an natürlichen Vitaminen und Mineralstoffen verzichten muss, sind unsere Mischungen nicht nur in Dosen für den heimischen Gebrauch, sondern auch in praktischen „to go“-Portionsgrößen erhältlich.

Welche Vertriebskanäle nutzen Sie derzeit für die Vermarktung?
Unser Kerngeschäft ist auf jeden Fall Online, daher vertreiben wir unsere Mischungen hauptsächlich über unseren eigenen Webshop unter www.yoursuperfoods.de. Wir verschicken unsere Mischungen (fast) in die ganze Welt und sind wie gesagt aktuell auch in den USA sehr aktiv. Darüber hinaus gibt es unsere Mischungen auch in ausgewählten Stores wie zum Beispiel im My Goodness in Berlin.

Ihr Unternehmen legt Wert auf 100% Transparenz und darauf etwas „zurück zu geben“. Wie sieht das in der Durchführung aus?
Zunächst einmal beziehen wir all unsere Zutaten direkt von kleinen Anbauern und Betrieben – so wissen wir ganz genau, wo jede einzelne Zutat herkommt. Darüber hinaus unterstützen wir diverse soziale Projekte und regionale Betriebe in den Anbaugebieten, denn das Thema soziale Verantwortung ist uns unheimlich wichtig. So unterstützt unser Partnerbetrieb in Tansania beispielsweise lokale Anbauern vor Ort, um den kleineren Betrieben Themen wie Anbau in Bioqualität und nachhaltige Unternehmensführung näherzubringen. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind wir darauf bedacht, nachhaltig und ökologisch zu produzieren, zu transportieren und zu handeln. Ein weiterer wichtiger Part unserer Mission ist es, einen kleinen Teil dazu beizutragen, dass gesunde Ernährung weltweit für so viele Menschen wie möglich zugänglich ist. Darum spenden wir mit jedem verkauften Superfood-Mix ein lebensrettendes Nahrungspaket für mangelernährte Kinder an die Organisation Action Against Hunger – bisher konnten wir so bereits knapp 55.000 Riegel für Kinder in Not zur Verfügung stellen.

Welche Herausforderungen gab es vor, während und nach der Gründung für Sie zu meistern (in diesem Bereich)?
Da wir so wahnsinnig anspruchsvoll sind, was unsere Produzenten angeht, hat uns die Suche nach geeigneten Partnern tatsächlich gerade am Anfang sehr viele Nerven und vor allem Zeit gekostet. Wir haben relativ schnell gemerkt, dass wir vergleichsweise sehr hohe Anforderungen an uns selbst, unsere Produkte und ihre Qualität stellen und haben entsprechend von Anfang an einen sehr eigenen Weg gewählt – so überprüfen bei uns z. B. unabhängige Labore sämtliche Rohstoffe und Mischungen (was absolut kein Branchen-Standard ist!), wir arbeiten direkt mit den Anbauern zusammen und verzichten komplett auf Süß- und Füllstoffe. Auch das E-commerce-Geschäft zu verstehen war für uns am Anfang ein „learning by doing“ Prozess und es gab definitiv die ein oder andere „trial and error“-Erfahrung – mittlerweile ist die Tatsache, dass wir hauptsächlich Online vertreiben, aber das, was wir am meisten lieben. Denn Online haben wir nicht nur die Möglichkeit zu verkaufen, sondern wir können auch direkt mit unseren Konsumenten kommunizieren, sie zu bestimmten Themen „an die Hand nehmen“ und sie dabei unterstützen, in „Baby Steps“ ihr allgemeines Gesundheits- und Wohlbefinden zu verbessern. Aktuell sind wir in einer starken Wachstumsphase, daher ist unsere größte Herausforderung im Moment, die richtigen Menschen zu finden, die nicht nur die nötigen Fähigkeiten mitbringen, sondern vor allem die gleiche Passion und das Herzblut mitbringen und die mit uns gemeinsam wirklich etwas bewegen wollen mit Your Super.

Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in 5 Jahren?
Wir möchten als weltweit agierende Superfood Brand weiterhin komplette Transparenz für unsere Kunden schaffen in allem was wir tun und möchten noch stärker zurückgeben, gerade vor Ort in unseren Anbaugebieten. Außerdem soll unser Produktportfolio natürlich durch neue Mischungen ergänzt werden.

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