Marktbericht: Globales Marktwachstum für vegane Streichfette

organic spreadyble von fairly fields als Butter-Ersatz
© HLPhoto – stock.adobe.com
Anzeige
Veggieworld (in 18 Städten weltweit)- Jetzt Standfläche sichern und Veggie-Zielgruppen besser erreichen.

Laut einer aktuellen Marktanalyse von Market Research Future, wird der globale Markt für vegane Butter-Alternativen im Prognosezeitraum bis 2023 exponentiell wachsen. Ein Grund hierfür ist die anwachsende vegane Bevölkerung weltweit und die damit steigende Nachfrage nach pflanzlichen Streichfetten

Vegane Butter ist Butterfett, das aus Pflanzen oder Nüssen hergestellt wird. Zu den Rohstoffen gehören Erdnüsse, Kakao, Mandeln, Haselnüsse und Cashews. Die pflanzlichen Streichfette haben einen hohen Nährwert und enthalten viele ungesättigte Fettsäuren. Von der stark wachsenden veganen Bevölkerung werden die Fette als Ersatz für Milchbutter verwendet. Der zunehmende Konsum von veganen Streichfetten zeichnet sich sowohl im Einzelhandel als auch im Gastronomiebereich ab. Viele Restaurants und Hotels bieten mittlerweile pflanzliche Alternativen an, um der steigenden Nachfrage nach veganer Küche gerecht zu werden. Vegane Streichfette nehmen auch zunehmend Platz in den Regalen der Supermärkte ein.

Nussbutter mit größter Wachstumsrate

Laut Bericht wird erwartet, dass der filialisierte Einzelhandel mit Super- und Hypermärkten im Prognosezeitraum den größten Marktanteil ausmachen wird. Gründe hierfür sind u.a. die breite Verfügbarkeit der veganen Butter-Alternativen und die hohe Präferenz der Verbraucher zu diesem Vertriebskanal als Komplettanbieter. Aufgrund der zunehmenden Durchdringung des E-Commerce im Lebensmittel- und Getränke-Einzelhandel und der regionalen Präsenz der Marktteilnehmer wird die höchste Wachstumsrate jedoch für das nicht-stationäre Segment ohne Ladengeschäft erwartet.

Bezüglich der Rohstoffquelle wird laut Bericht das Nussbutter-Segment die höchste Wachstumsrate erzielen. Während die Zahl der Betroffenen mit Erdnussallergien ansteigt, wächst das Bewusstsein für die gesundheitlichen Vorteile der verschiedenen Nussorten wie Mandeln, Cashews [beide werden in der Analyse dem Nuss-Segment zugeordnet] und Macadamia. Aufgrund des hohen Absatzniveaus von pflanzlichen Buttersorten wie Ernuss-, Kakao- und Sheabutter wird das Segment der Pflanzenbutter hingegen den höchsten Umsatzanteil am veganen Buttermarkt erzielen.

Im Vergleich zu Produkten in Gläsern und Flaschen werden Streichfette in Bechern laut Analyse den größten Anteil am Umsatz ausmachen.

Nordamerika führt den Markt an, europäischer Markt wächst am schnellsten

Es wird erwartet, dass Nordamerika aufgrund des steigenden Trends des Veganismus in der Region den globalen Markt für vegane Streichfette bis 2023 anführen wird. Die Präsenz mehrerer namhafter Marktteilnehmer in der Region trägt darüber hinaus zum regionalen Marktwachstum bei.

Der europäische Markt für vegane Butter wird als der am schnellsten wachsende Markt im Prognosezeitraum eingeschätzt. Gründe sind der steigende Verbrauch an pflanzlichen Bio-Lebensmitteln in der Region und wachsende Besorgnis in Bezug auf Tierschutz-Fragen. Darüber hinaus verzeichnet Europa einen zahlenmäßigen Anstieg bei Neueinführungen von veganen Lebensmittelprodukten. Auch die zunehmende Zahl veganer Restaurants in Europa und im Nahen Osten trägt zum Wachtsum des globalen Marktes bei.

Herausforderungen und Marktrisiken

Die wichtigsten Faktoren, die das Wachstum des Marktes behindern, sind die schwankenden Preise für Rohstoffe wie Nüsse und andere pflanzliche Rohstoffe sowie die zunehmende Häufigkeit von Erdnuss- und Baumnuss-Allergien, insbesondere in den USA. Darüber hinaus ist der Geschmack von veganen Streichfetten hinsichtlich der Verbrauchervorlieben eine Herausforderung für die Marktteilnehmer.

Einige der wichtigsten Akteure auf dem globalen Markt für vegane Butter sind Miyoko’s (USA), I Can’t Believe It’s Not Butter (USA), Conagra Brands, Inc. (USA), WayFare Foods (USA), Prosperity Organic Foods, Inc. (USA) und Naturli’ Foods A/S (Dänemark).

Anzeige
Kennen Sie schon unsere internationale Ausgabe? Hier klicken (Link auf vegconomist.com) vegconomist (nicht veconomist)