PETA Deutschland feiert 25-jähriges Jubiläum

25 Jahre Jubiläum PETA Deutschland
© PETA Deutschland e.V.

Der deutsche Ableger der Tierrechtsorganisation Peta veranstaltete zum 25-jährigen Jubiläum eine Pressekonferenz, in der man die Vision, die bisherigen Erfolge und Ziele für die Zukunft präsentierte.

PETA-Geschichte: Vom Nischenthema zum Mainstream

In einem Grußwort veranschaulichte Harald Ullmann, der zweiten Vorsitzenden von PETA Deutschland, wie die Organisation sich bereits für den Schutz aller Tiere und für eine vegane Lebensweise einsetzte, als dieses Engagement noch belächelt wurde. Durch die kontinuierliche Arbeit habe PETA maßgeblich dazu beigetragen, dass Veganismus heute zum Mainstream geworden sei.

Q&A mit Timo Hildebrand

Daraufhin stand der prominente Fußballer Timo Hildebrand, der sich vorwiegend vegan ernährt und mittlerweile als Gesellschafter und Markenbotschafter bei der veganen Supermarkt-Kette Veganz tätig ist, dem Publikum in einem Q&A zur Frage “Warum vegan?” Rede und Antwort.

Er brachte neben seinen persönlichen positiven Erfahrungen mit diesem Lebensstil auch seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die vegane Ernährung auch bei immer mehr Kollegen im Fußball Anklang finden. Hingegen gab er zu, dass das Speiseangebot im Fußballstadium des VfB Stuttgart sowohl im VIP- als auch im Fanbereich noch ausbaufähig sei.

Ethisch-rechtliche Perspektive auf Tierschutz

Anschließend thematisierte PETA Deutschland Justiziar Krishna Singh in einem eindringlichen Vortrag das Spannungsfeld zwischen Tierschutz und Lobbyismus mit Blick auf Ethik, Wirtschaft und Politik.

Aufgrund der Vergleichbarkeit und Gleichheit von Mensch und Tier sei es von einem rechtsethischen Standpunkt aus nicht zu rechtfertigen, Lebewesen mit einem so ähnlichem Empfindungsvermögen wie dem des Menschen durch artenspezifische Diskriminierung weniger Schutz vor Leid zu gewähren. Damit spräche man ihnen die grundlegenden Rechte auf Leben und Freiheit ab. Die Entscheidung zu einer veganen Lebensweise sei somit nicht als individuelle Lebensentscheidung, sondern vielmehr als Frage von ethischer, politischer und rechtlicher Bedeutung zu betrachten.

Darüber hinaus kritisierte er eine systematische Diffamierung und Diskriminierung der Arbeit von NGOs im Allgemeinen durch politische Akteure und bemängelte lobbyistische Vorstöße für ein Verbot traditioneller Begriffe in der Kennzeichnungspraxis veganer Lebensmittel.

Als eine der positiven Entwicklungen hingegen führte er den wachsenden akademischen Diskurs auf, der sich mit dem Thema Tierschutz von einer ethisch-rechtlichen Perspektive auseinandersetzt.

Ausblick auf geplante Kampagnen

Zum Abschluss nutzte der Fachleiter des deutschen PETA-Kampagnenteams Peter Höffken seine Redezeit, um über aktuelle brisante Themen, geplante Kampagnen im Bereich Tierschutz sowie zu erwartende politische und rechtliche Entwicklungen in naher Zukunft zu informieren.

Dabei verwies er unter Anderem auf positive Entwicklungen in der Modeindustrie mit Blick auf die Verwendung von Pelz und Wolle und lobte das immer weiter wachsende vegane Lebensmittelangebot, für das PETA ausgewählte Unternehmen alljährlich mit dem eigenen Vegan Food Award würdigt.

Aktuell plant das Kampagnenteam unter Anderem Projekte gegen die Fuchsjagd, Tiermissbrauch in der universitären Lehre oder auch ein Wildtierverbot im Zirkus.

In Anschluss an die Redebeiträge hatte das Publikum in einem “Speed-Dating-Format” die Möglichkeit, die verschiedenen Fachbereiche von PETA im Foyer sowie die Virtual Reality-Kampagne “Eye to Eye” näher kennenzulernen.

 

 

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