Fleisch- und Fischalternativen

Impossible Foods entlässt 20% des Personals und plant für 2023 eine große Marketingkampagne

Impossible Foods Burger
© Impossible Foods

Impossible Foods plant Berichten zufolge, seine Belegschaft um ein Fünftel zu reduzieren, da das Unternehmen mit einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld sowie einer allgemeinen Verlangsamung der pflanzenbasierten Kategorie zu kämpfen hat.

Nach Angaben von Bloomberg beschäftigt das in Kalifornien ansässige Unternehmen Impossible Foods rund 700 Mitarbeiter, was nach der neuesten Ankündigung zur Entlassung von circa 140 Beschäftigten führen könnte. Eine Quelle verriet demnach auch, dass das Unternehmen den Mitarbeitern „freiwillige Abfindungen und Leistungen“ angeboten hat.

Im vergangenen Herbst hat Impossible bereits 6% seiner Belegschaft (etwa 50 Mitarbeiter) entlassen – damals sagte CEO Peter McGuinness, die Entlassungen seien notwendig, um das Unternehmen neu zu organisieren und sich auf künftiges Wachstum zu konzentrieren. Mit der jüngsten Entlassungsrunde reiht sich Impossible in eine wachsende Liste von Unternehmen ein, die wie z.B. Beyond Meat gezwungen sind, in einem äußerst unsicheren wirtschaftlichen Umfeld ihre Belegschaft zu reduzieren.

Darüber hinaus ist der US-Markt für pflanzliches Fleisch weiterhin rückläufig, da die in die Höhe schießenden Preise für Fleisch und Eier die Verbraucher dazu veranlassen, nach preisgünstigeren Proteinoptionen zu suchen. Laut Marktdaten von Information Resources Inc. (IRI) sind die Supermarktverkäufe von Fleischprodukten auf pflanzlicher Basis dort in den 52 Wochen bis zum 4. Dezember um 14% zurückgegangen.

Impossible Foods Regale
© Impossible Foods

Neben dem Preis gibt es noch einen weiteren Faktor, der sich auf den Absatz pflanzlicher Produkte auswirken könnte: Die Verbraucher können sie im Geschäft nicht finden. In einem kürzlich geführten Interview mit TIME sagte Peter McGuinness, dass Impossible Foods und ähnliche Marken oft an verschiedenen Stellen im Lebensmittelgeschäft gelagert werden, die für die Käufer schwer zu finden sind.

Um dieses Problem zu lösen, erklärte er, dass Impossible „aggressiv“ daran arbeitet, die Produktplatzierung zu vereinheitlichen, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, die Lebensmittel direkt neben der Metzgertheke zu lagern, wo die Fleischkäufer einkaufen.

Impossible Foods Verpackung
© Impossible Foods

Besseres Marketing

McGuinness erklärte auch, dass Impossible in den Jahren 2023 und 2024 umfangreiche neue Werbe- und Marketingkampagnen plant, da derzeit nur 17% der US-Verbraucher die Angebote des Unternehmens kennen.

„Wenn man eine niedrige Haushaltsdurchdringung von 5% hat, muss man das Produkt besser verfügbar und zugänglicher machen“, sagte McGuinness. „Wir werden im Jahr 2023 mehr ausgeben, als wir jemals für Marketing und Werbung ausgegeben haben. Und wir werden in 2024 mehr ausgeben als in 2023.“

Weitere Informationen unter: impossiblefoods.com

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