Food & Beverage

Foodsteps & GFI bringen automatisiertes Ökobilanz-Tool für alternative Proteine auf den Markt

Foodsteps hat sich mit dem Good Food Institute zusammengetan, um ein automatisiertes Ökobilanz-Tool für alternative Proteinprodukte auf den Markt zu bringen.

Bislang war es für die Industrie schwierig und teuer, Ökobilanzen in Auftrag zu geben, weil es an robusten, standardisierten Daten für alternative Proteine mangelte. Mit dem neuen Tool können Unternehmen nun ganz einfach die Auswirkungen ihrer Produkte von der Landwirtschaft bis zum Werkstor bewerten.

Die kostenlose Version der Software misst die Auswirkungen in fünf Bereichen – Treibhausgasemissionen, Landnutzung, Wasserverbrauch, Eutrophierung und Versauerung. Es ist auch eine Premiumversion mit zusätzlichen Funktionen erhältlich, die es den Unternehmen ermöglicht, fundierte und glaubwürdige Angaben zu den Umweltauswirkungen ihrer alternativen Proteinprodukte zu machen.

Wird festgestellt, dass ein Produkt eine hohe Umweltbelastung aufweist, kann das Tool dem Unternehmen helfen, es umzuformulieren oder neue, nachhaltigere Optionen zu entwickeln.

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© Foodsteps

Vermeidung von Greenwashing-Behauptungen

Ein von GFI im vergangenen Jahr veröffentlichter Bericht zeigt, dass pflanzliches Rindfleisch bis zu 99 % weniger Land und Wasser verbraucht als konventionelles Rindfleisch und gleichzeitig die Treibhausgasemissionen um bis zu 90 % und das Eutrophierungspotenzial um bis zu 91 % reduziert. Auch bei Schweine- und Hühnerfleisch wurden signifikante Verringerungen der Umweltauswirkungen festgestellt.

Für einzelne Unternehmen kann es jedoch schwierig sein, die Umweltverträglichkeit ihrer Produkte nachzuweisen, wenn sie keine maßgeschneiderte, umfassende Ökobilanz in Auftrag geben können, die bis zu 100.000 Dollar kosten kann. Die neue Foodsteps-Software bietet eine mögliche Lösung.

„Den meisten Unternehmen für alternative Proteine, die eine unternehmens- und produktspezifische Umweltaussage machen wollen, fehlt es an robusten, standardisierten und repräsentativen Daten, was dazu geführt hat, dass mehrere Unternehmen mit dem Vorwurf des Greenwashings konfrontiert wurden, was sowohl den einzelnen Unternehmen als auch der Branche im Allgemeinen geschadet hat“, sagte Tom Chapman, Berater für die Auswirkungen von Lebensmittelsystemen beim GFI, in einem Webinar im vergangenen Jahr. „[Ökobilanzen] können verwendet werden, um zu bestätigen, ob ein Produkt gesetzliche oder behördliche Anforderungen erfüllt, um die Auswirkungen der Einhaltung erwarteter oder angekündigter neuer Vorschriften abzuschätzen, um Grundlinien zu erstellen und die Ergebnisse der Branche zu vergleichen, um den Produktlebenszyklus zu modellieren und um verschiedene Szenarien zu testen, um optimale Produktionssysteme zu ermitteln.“

Weitere Informationen: foodsteps.earth

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