Food & Beverage

Geflügelkonzern LDC will im Rahmen seines Wachstumsplans pflanzliche Lebensmittel fördern

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© photocrew – stock.adobe.com

Frankreichs größter Geflügelkonzern LDC will sein Volumen an pflanzlichen Produkten bis 2026 mehr als verdreifachen.

LDC will im Rahmen seines Wachstumsplans pflanzliche Lebensmittel fördern und ist offen für Akquisitionen in diesem Sektor, um die Erträge in den nächsten vier Jahren um 40 % zu steigern. Generell ist der Markt für pflanzliche Lebensmittel in den letzten Jahren stark angestiegen und hat große Investitionen von globalen Lebensmittelkonzernen, wie Nestlé, PepsiCo und Archer Daniels Midland, angezogen, welche hoffen, aus dem Trend zu gesünderer Ernährung Kapital schlagen zu können.

“Unser Ziel ist es, die Flexitarier-Bewegung zu begleiten und bis 2026 10.000 Tonnen Produkte (von derzeit 3.000 Tonnen) mit einem Umsatz von 60 Millionen Euro (64 Millionen Dollar) allein durch organisches Wachstum zu erreichen. Darüber hinaus werden wir für alle Möglichkeiten offen sein, die sich im Hinblick auf ein externes Wachstum bei diesen Produkten ergeben könnten”, erklärt der neue Geschäftsführer von LDC, Philippe Gelin.

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© LDC

LDC: Vogelgrippe und Kostenanstieg – Pflanzliche Lebensmittel nur als Kompensation?

Dennoch wird pflanzliches Fleisch nur ein kleiner Teil des Konzerngeschäfts bleiben, das sich hauptsächlich auf frisches Geflügel und Fertiggerichte konzentriert. Die Gruppe, die 2021/22 einen Umsatz von 5,1 Milliarden Euro erzielte, was einem Anstieg von 14,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, strebt bis 2026 einen Umsatz von 7,0 Milliarden Euro und einen Anstieg des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 40 % auf 560 Millionen Euro an.

Gelin lehnte es ab, eine Prognose für das Geschäftsjahr 2022/23 abzugeben, da es zum jetzigen Zeitpunkt zu viele unbekannte Faktoren gebe, sowohl in Bezug auf die Mengen als auch auf die Preise. Der Konzern erwartet aufgrund der schlimmsten Vogelgrippe-Krise, die Frankreich je erlebt hat, zwischen März und August einen Rückgang der Geflügelproduktion der Gruppe um 12-15 %. LDC müsse dabei einen großen Teil der höheren Kosten, die durch den jüngsten Preisanstieg bei Getreide entstehen, das den größten Teil der Geflügelernährung ausmacht, an die Kunden weitergeben, so Gelin.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.ldc.fr.

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