• Niederlande: Studie deutet Preisparität zwischen konventionellem und pflanzlichem Fleisch an



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    Ergebnisse einer von ProVeg Niederlande in Auftrag gegebenen Umfrage zeigen, dass sich tierisches und pflanzliches Fleisch der Preisparität nähern.

    ProVeg Niederlande hat vor kurzem die Ergebnisse einer durch das Forschungsinstitut Questionmark durchgeführten Preisanalyse in niederländischen Lebensmittelgeschäften veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Preisabstand zwischen konventionellem und pflanzlichem Fleisch über die vergangene Zeit deutlich verringert hat.

    Die Preisvergleiche wurden über einen Zeitraum von fünf Jahren erstellt, wobei sich vor allem in den späteren Jahren eine Entwicklung hin zur Preisparität abzeichnete. Zu den weiteren Ergebnissen gehört, dass es für mehr als die Hälfte aller Produkte tierischen Ursprungs inzwischen ein pflanzliches Gegenstück gibt, das entweder gleich teuer (33 Prozent) oder sogar billiger (20 Prozent) ist als die herkömmliche Variante.

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    Die Niederlande auf dem Weg zur Preisparität

    Die von ProVeg durchgeführte Studie ist die erste ihrer Art, die die Preisgestaltung von Fleisch und pflanzlichen Alternativen in niederländischen Supermärkten genau erfasst. Große Lebensmitteleinzelhändler wie Albert Heijn, Jumbo, Lidl, Aldi, Dirk und Plus wurden in die Studie einbezogen.

    Questionmark fand auch heraus, dass Sojamilch und Margarine billiger sind als Kuhmilch und Butter. Milchfreie Käsescheiben sowie tierfreie Burger und Schnitzel waren in 50 Prozent der Filialen günstiger als tierische Alternativen. Derzeit ist knapp die Hälfte (47 Prozent) der pflanzlichen Produkte teurer als die tierischen Varianten. Dies wird auf höhere Produktionskosten und Supermarktmargen zurückgeführt.

    Insgesamt zeigen die Daten, dass ein mit pflanzlichen Lebensmitteln gefüllter Einkaufskorb im Jahr 2022 etwa so viel kosten dürfte wie einer mit tierischen Produkten.

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    Warum Preisparität wichtig ist

    “Diese Ergebnisse brechen radikal mit dem gängigen Bild, dass pflanzliche Alternativen per Definition teurer sind”, sagt Pablo Moleman, ein Sprecher von ProVeg, in einer Erklärung. “Frühere Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass eine weitgehend pflanzliche Ernährung, die hauptsächlich aus frischen pflanzlichen Lebensmitteln, Getreide und Hülsenfrüchten besteht, erheblich billiger ist als eine durchschnittliche westliche Ernährung. Aber Fleisch- und Milchersatzprodukte haben immer noch den Ruf, sehr teuer zu sein. In einigen Fällen stimmt das, in anderen nicht. Die Questionmark-Untersuchung zeigt, dass sich diese Unterschiede mehr oder weniger aufheben, was bedeutet, dass man als pflanzlicher Verbraucher nicht teurer ist.”

    Mehr zum Bericht auf www.proveg.com/nl.

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