V-Label: 5.000 Produkte in Deutschland zertifiziert, Systemgastronomie soll folgen

Julia Schneider Portrait ProVeg
Julia Schneider, Head of V-Label & VegMed © ProVeg
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Das V-Label findet sich mittlerweile auf immer mehr Produkten, nicht nur im Food-Bereich. ALDI SÜD beispielsweise bietet bereits mehr als 160 V-Label zertifizierte Produkte an, Netto immerhin 130. Julia Schneider, Head of V-Label & VegMed bei ProVeg, verrät im Interview aktuelle nationale und internationale Zahlen und wo das V-Label künftig auch erscheinen soll.

Auf wie vielen Produkten finden Konsumenten mittlerweile in Deutschland das Vegan-Label?
Das V-Label ist insbesondere in den letzten 5 Jahren stark gewachsen. Immer mehr Produkte tragen daher das V-Label, welches sich bereits seit 2006 in Deutschland und seit 1996 weltweit etabliert hat. Inzwischen tragen mehr als 450 Partner mit über 5.000 Produkten das V-Label. Weltweit sind es etwa 1.400 mit über 15.500 Produkten.

Wie viele Labels vergebt ihr ca. aktuell im Monat?
Wir erhalten täglich neue Anfragen. Seit letztem Jahr lizenzieren wir auch Non-Food-Produkte wie Kosmetik und Körperpflege-Artikel. Schätzungsweise prüfen wir monatlich etwa 50-80 neue Produkte, die nach Erfüllung der Richtlinien die Nutzungsfreigabe für das V-Label erhalten.

Welche Produktgruppen dominieren innerhalb des Bereiches Lebensmittel?
Das V-Label findet sich in so gut wie allen Sortimenten eines typischen Supermarkts. Besonders viele Anfragen erreichen uns aus dem Bereich Getränke (Weine, Säfte), sowie Alternativprodukte für Fleisch, Wurst und Aufstriche. Für Getränke ist die Auslobung mit dem V-Label aufgrund der „versteckten“ Tiere besonders sinnvoll. Die Stoffe zur Klärung von Getränken sind von der Zutatenliste her nicht erkennbar. Oft wird hier aber Gelatine verwendet, was vielen vegan oder vegetarisch lebenden Menschen weder bewusst noch recht ist. Mit dem V-Label ausgezeichnete Produkte sind garantiert vegan bzw. vegetarisch.

Wie groß ist die Nachfrage nach dem Label im Bereich Beauty und Fashion?
Die Nachfrage nach einer klaren Kennzeichnung im Bereich Kosmetik- und Körperpflege ist sehr hoch. Die Inhaltsstofflisten sind oft kryptisch und Produkte als vegan oder vegetarisch zu erkennen erfordert sehr viel Fachwissen und Zeit. Deshalb erleichtert das V-Label nun auch hier den Einkauf und gibt Menschen Orientierung, denen tierfreie Produkte wichtig sind.

Welche anderen Branchen nutzen das Vegan-Label?
Derzeit arbeiten wir an einem Standard für die Gastronomie. Es gibt bereits einige Pilotprojekte bei unseren internationalen Partnern in Polen und der Schweiz. In Deutschland wollen wir das V-Label insbesondere in der System-Gastronomie verbreiten und Standards für die Qualität des vegan-vegetarischen Angebots setzen.

ALDI, Dr. Oetker,… welche großen Marken setzen aktuell das Vegan-Label ein?
Größere Supermärkte und Discounter wie Kaufland, Norma, Aldi und Edeka setzen aufs V-Label, ebenso Unternehmen wie die Rügenwalder Mühle, Katjes, FRoSTA, Ritter Sport oder Voelkel. Aber auch für Start-Ups bieten wir attraktive Möglichkeiten, das V-Label als Auslobung zu nutzen. Wir vergeben das V-Label auf Basis von standardisierten Kriterien und haben einen Prüfungsprozess, der für alle gleich ist. Seit kurzem ist es auch möglich innovative neue Produkte auf der V-Label Website und auf Facebook mit der Community zu teilen. Wir freuen uns, dass so immer mehr Menschen vegane und vegetarische Produkte ausprobieren und sich für diese Lebensweise begeistern lassen.

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