Studie: Ein Großteil der Chinesischen Bevölkerung reduziert Fleischkonsum

Chinesische Metropole im Wandel zwischen alt und modern
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Ein neuer Bericht des “New Zealand Institute for Plant & Food Research Limited” hat jüngst gezeigt, dass chinesische Verbraucher ihren Fleischkonsum aktiv reduzieren. So haben 39 Prozent der Menschen in China ihren Fleischkonsum bereits gesenkt.

Das Institut stellt fest, dass chinesische Verbraucher ihre Fleischaufnahme zugunsten von Gemüse, Tofu und veganen Fleischersatzstoffen reduzieren. Der überwiegende Teil dieses Rückgangs, entfiel auf Schweinefleisch, das in den letzten drei Jahren immer weniger verkauft wurde. Auch die veganen Entwicklungen gehen in Asien voran. So wurde Anfang des Jahres in Hongkong ein veganes „Superfood-Schweinefleisch” vorgestellt, um die chinesischen Verbraucher weiter zum Verzicht auf Fleisch zu bewegen.

Die Gründe für die Umstellung sollen laut Studie hauptsächlich gesundheitlicher und ökologischer Natur sein. So wurde eine Ernährung mit einem hohen Anteil an verarbeitetem Fleisch und Milchprodukten, neben anderen kalorienreichen Lebensmitteln, mit einem erhöhten Risiko für Diabetes und Krebs in Verbindung gebracht. Pflanzliche Diäten hingegen, sollen zur Verringerung des Risikos von Herzerkrankungen, zahlreichen Formen von Krebs, Diabetes und Lebererkrankungen beitragen können.

Der Bericht basiert auf  einer Umfrage von “Mintel Consulting”, das Unternehmen welches unter anderem vegane Trends im Süßwaren-Markt prognostiziert hatte. Die Umfrage wurde in die Wege geleitet vom “Ministry for Primary Industrie”, um die Zukunft des neuseeländischen Nahrungsmittelsystems und des Exportgeschäfts zu ermitteln. Hierbei lag der Schwerpunkt auf der Frage, wie der Markt entsprechend gestaltet werden kann. Unter dem Titel “Protein: A Chinese Perspective”, beschreibt er, wie die Fleischindustrie in China in eine ungewisse Zukunft blicken könnte.

Der Bericht weist auch darauf hin, dass 42 Prozent der Befragten angaben, Lebensmittel kaufen und konsumieren zu wollen, die gesund sind oder ein geringes Risiko für die Umwelt darstellen. Die Denkweise scheint die richtige zu sein, denn diese deckt sich mit neuesten Forschungsergebnissen, die zeigen, dass vegane Lebensmittel den Klimawandel verlangsamen können. Pflanzliche Lebensmittel benötigen nämlich deutlich weniger Ressourcen als tierische Lebensmittel und verursachen zudem deutlich weniger Treibhausgasemissionen.

Diese Veränderung ist besonders in China, das viertgrößte Land der Erde, überraschend, da der Fleisch- und Milchkonsum im Land in den letzten Jahren stark zugenommen hatte. Dennoch scheint nun die vorrangig wohlhabendere, urbane Bevölkerung ähnliche Tendenzen zu zeigen, wie bereits unsere westlichen Gesellschaften.