Ausblicke auf den europäischen Markt für pflanzliche Proteine



Ein vor kurzem veröffentlichter Marktbericht auf ResearchAndMarkets bietet detailierte Ausblicke auf den europäischen Markt für pflanzliche Proteine. Enthalten sind unter anderem weitreichende Analysen und Prognosen in Bezug auf die Marktgrößen von über 50 Segmenten sowie länderspezifische Daten und Zahlen.

Die wichtigsten Ergebnisse des Berichts zusammengefasst:

  • Der europäische Markt für pflanzliche Proteine hat in den letzten Jahren ein schnelles Wachstum verzeichnet, was, auf das steigende Interesse der Verbraucher an alternativen Proteinen und Lebensmitteln ohne tierische Herkunft zurückzuführen ist.
  • Großbritannien besitzt den größten Marktanteil bei pflanzlichen Proteinen in Europa.
  • Die Nachfrage nach pflanzlichen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln steigt vor allem bei Millennials und der Generation Z. Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass sich pflanzliche Proteine als bessere Alternative zu tierischem Eiweiß herauskristallisiert haben, da sie alle notwendigen Aminosäuren bieten können.

Weitere Ergebnisse:

Deutschland hat sich als eine der führenden Kräfte in Europa bei der veganen Revolution herausgestellt. Das Land hat laut Bericht eine der höchsten Raten von Veganern im Vergleich zu allen anderen europäischen Ländern. Laut einer Umfrage von Veganz, einem Hersteller von veganen Lebensmitteln, verdoppelte sich der vegane Bevölkerungsanteil in Deutschland von 1,3 Millionen im Jahr 2016 auf 2,6 Millionen im Jahr 2020, was einem Anteil von 3,2 % der Gesamtbevölkerung entspricht.

Zu den weiteren Faktoren, die das Wachstum des Marktes für Pflanzenproteine fördern, gehören die steigenden Gesundheits- und Umweltbedenken vieler Verbraucher in Bezug auf ihr Ernährung. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist die Viehzucht für circa 14,5 % aller jährlichen Treibhausgasemissionen (THG) verantwortlich, die durch menschliche Aktivitäten weltweit entstehen.

© sheilaf2002 – stock.adobe.com

Alternative Fleischsorten auf pflanzlicher Basis gewinnen an Marktanteil. Vor allem in Großbritannien haben die Verbraucher ihren Fleischkonsum reduziert, um pflanzliche Alternativen zu unterstützen. Die Nachfrage nach Fleisch und Fleischprodukten auf pflanzlicher Basis steigt in dem Land mit hoher Geschwindigkeit. Der steigende Trend hilft Verarbeitern von pflanzlichen Lebensmitteln, sich auf die Nachahmung der Textur von konventionellem Fleisch zu konzentrieren, indem sie Zutaten wie Methylcellulose, Carrageen und Xanthan verwenden. In ähnlicher Weise versuchen diese Unternehmen auch, neue Zutaten zu finden, die einen authentischen Fleischgeschmack bieten, wie z. B. Jackfrucht, Erbse und Leghämoglobin (aus Sojabohnen extrahiertes Häm-Protein).

Innovationen im Bereich der alternativen Proteine werden wahrscheinlich die Disruption im Bereich der pflanzlichen Proteininhaltsstoffe beschleunigen. Lebensmittelhersteller entwickeln neue und neu formulierte Produkte, um das Interesse der Verbraucher an dieser schnell wachsenden Branche zu steigern. Da sich auch traditionelle Fleischproduzenten und Einzelhändler den neuen Herstellern bei der Entwicklung und Vermarktung von Produkten auf pflanzlicher Basis anschließen, wird sich das Innovationstempo im Bereich der Zutaten in der Europäischen Region weiter beschleunigen.

Erbsenprotein ist eine der wichtigsten Zutaten auf dem Markt für pflanzliche Proteine in Europa. Als eine der besten Alternativen gewinnt das Erbsenprotein aufgrund seiner Nachhaltigkeit, seines Nährwerts und seiner Funktionalität weitere Marktanteile. Darüber hinaus wird Erbsenprotein aufgrund seines höheren Gehalts an Aminosäuren als Ersatz für andere pflanzliche Proteine wie Sojaprotein immer beliebter.

Einen detaillierten Einblick in den Marktbericht finden Sie hier.

  • Top Themen




    mehr Top Themen
  • Der vegconomist-Newsletter
    Entscheidendes für Entscheider

     

    Melden Sie sich für den vegconomist-Newsletter an und erhalten Sie regelmäßig die wichtigsten News aus der veganen Wirtschaft.

    Invalid email address